SC Freiburg gibt Einblicke ins Scouting von Fridtjof Kneser
- Der SC Freiburg hat die Arbeit seines Scouts Fridtjof Kneser und dessen Beobachtungsreisen in den Mittelpunkt gestellt.
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Sport. Der SC Freiburg hat Einblicke in die Arbeit seiner Scouting-Abteilung gegeben. Im Mittelpunkt steht Fridtjof Kneser, der seit 2019 für den Verein tätig ist und nach Angaben des Clubs in der Freiburger Fußballschule vor allem das Scouting der C- und B-Jugenden betreut.
Kneser kam während seines Lehramtsstudiums zum Sport-Club. Zunächst organisierte er unter anderem die Füchsle-Camps mit, später erhielt er einen Praktikumsplatz in der Scouting-Abteilung. Seitdem gehört er zum Verein.
Zwischen Dallas, Sochaux und Triest
Nach Angaben des SC Freiburg beobachtet Kneser in einer Saison Hunderte Spiele. Die Wege führen ihn dabei in unterschiedliche Länder und Stadien. Besonders eindrücklich schildert er eine Reise zum Dallas Cup in Texas, einem internationalen Jugendturnier mit Mannschaften von der U10 bis zur U19.
Dort habe ihn vor allem die Größe der Veranstaltung beeindruckt. Gespielt worden sei auf mehr als 20 Feldern von morgens bis abends. Neben den sportlichen Eindrücken seien ihm auch die Alltagsunterschiede in den USA in Erinnerung geblieben. So berichtet Kneser, dass selbst kurze Wege ohne Auto kaum praktikabel gewesen seien.
Ein anderer für ihn wichtiger Ort liegt deutlich näher an Freiburg: das Nachwuchsleistungszentrum des FC Sochaux-Montbéliard. Laut Vereinsmitteilung war Kneser dort in der vergangenen Saison mehrfach vor Ort. Im Sommer holte der SC Freiburg mit Chrisdy Dianzenza einen Angreifer von dort, der seit dieser Saison zum Kader der U23 gehört.
Auch Spiele in Kranjska Gora in den slowenischen Alpen oder in Triest gehören laut SC Freiburg zu seinen Stationen. In Triest beobachtete Kneser bei einem Jugend-Länderspiel unter anderem Mladen Mijajlovic und Theo Pizarro. Beide spielen seit 2025 beim Sport-Club und gehören seit dieser Saison zum Kader der U23.
Wie der SC Freiburg Spieler beobachtet
Wie aus der Mitteilung hervorgeht, plant das Scouting-Team seine Reisen gezielt. Entscheidend sei, welche Spieler besonders wichtig seien und welche Partien sich auf einer Route zusätzlich beobachten ließen. In Länderspielpausen stünden demnach mitunter zwei bis drei Spiele pro Tag auf dem Programm. Nach jeder Beobachtung werde ein Bericht erstellt, auf dessen Grundlage das Team entscheide, welche Spieler weiter verfolgt werden.
Mit zunehmendem Alter der Spieler werde die Beobachtung laut Kneser gezielter. Als Beispiel nennt der Verein Johan Manzambi. Dessen letztes Spiel für den damaligen Genfer Verein Servette FC habe Kneser in Basel gesehen. Trotz schwieriger Bedingungen mit Schneetreiben habe der Spieler ihn dort überzeugt.
Besonders in Erinnerung geblieben sei Kneser nach Vereinsangaben eine Szene, in der Manzambi nach dem Ausgleich des Gegners direkt vom Anstoßpunkt mit einem Schuss über mehr als 50 Meter traf.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung befindet sich Manzambi mit der Schweizer Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Kneser selbst, so die Mitteilung des SC Freiburg, blickt derweil bereits den nächsten Scouting-Fahrten entgegen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |