Rudelbildung beim VfB Stuttgart: BVB-Sieg endet im Tumult
- Auch VfB-Coach Sebastian Hoeneß reagierte nach dem Schlusspfiff kurzzeitig emotional.
- Foto: Harry Langer/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Stuttgart. Tumultartige Szenen nach dem Abpfiff. Beim Bundesligaspiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund sind nach dem späten 0:2 Emotionen hochgekocht. Fans kletterten in Richtung Innenraum. Auf dem Rasen kam es zu einer Rudelbildung zwischen Spielern.
Der Auslöser war ein dramatisches Ende der Partie. Stuttgart hatte das Spiel über weite Strecken dominiert. Doch in der Nachspielzeit trafen zwei Dortmunder Joker. Karim Adeyemi erzielte das 1:0 in der 90.+4 Minute. Julian Brandt legte kurz darauf das 2:0 nach.
Jubel vor der Cannstatter Kurve sorgt für Ärger
Die Dortmunder jubelten nach ihren Treffern vor der Cannstatter Kurve. Einige VfB-Anhänger fühlten sich dadurch provoziert. In der aufgeheizten Atmosphäre kletterten mehrere Fans über Absperrungen in Richtung Spielfeld. Ein Stuhl flog auf den Rasen. Zwischen Spielern beider Teams bildete sich eine Rudelgruppe.
Auch Trainer geraten aneinander
Nach dem Abpfiff lieferten sich auch die Trainer ein kurzes Wortgefecht. VfB-Coach Sebastian Hoeneß sprach von vielen Emotionen in diesem Duell. „Das ist mittlerweile ein Duell, das sehr viele Emotionen beinhaltet. Das waren fast immer extrem heiß geführte Spiele“, sagte der 43-Jährige beim TV-Sender Sky. Die Szenen am Ende hätten sich aus der aufgeheizten Stimmung heraus entwickelt. Worum es bei der Diskussion mit Dortmund-Trainer Niko Kovac ging, wollte Hoeneß nicht genauer erklären. „Das geht niemanden was an“, sagte er. Kovac sprach lediglich von „einer kleinen Meinungsverschiedenheit“.
Hoeneß kritisiert Szenen nach Abpfiff
Der VfB-Trainer zeigte sich dennoch kritisch. Spieler und Fans hätten den Eindruck gehabt, dass vor der Stuttgarter Kurve zu lange gefeiert wurde. Gleichzeitig stellte Hoeneß klar, dass ihm die Bilder nach dem Abpfiff nicht gefallen hätten. „Es war laut und knisternd im Stadion. Das sollte eigentlich in Erinnerung bleiben. Nicht die Szenen, die es am Ende gab“, sagte er. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |