Remis bei Eintracht Frankfurt: Hütter kritisiert die Leistung
- Nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: Eintracht-Coach Adi Hütter
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Frankfurt. Für Fans von Eintracht Frankfurt bleibt die Heimbilanz unter Adi Hütter vorerst ernüchternd: Beim 2:2 gegen den SC Freiburg hat die Eintracht den ersten Heimsieg seit der Rückkehr ihres Trainers verpasst. Der Ärger des 56-Jährigen war danach deutlich. „Zu einem Sieg gehört auch die Leistung und die haben wir nicht gebracht“, sagte Hütter nach dem Bundesliga-Spiel.
Zweimal gingen die Hessen in Führung. Younes Ebnoutalib traf in der 10. Minute, Jonathan Burkardt in der 36. Minute. Zweimal kam Freiburg zurück. Besonders das Gegentor kurz nach der Pause beschäftigte Hütter, weil die Frankfurter kurz zuvor in Ballbesitz waren. Er sprach von einem „Geschenk an Freiburg“ und einem „sehr, sehr billigen Tor“. Das Verhalten sei „zu wenig professionell“.
Atubolu erlebt besonderes Wiedersehen
Für Noah Atubolu war die Partie emotional besonders. Der von Bundestrainer Jürgen Klopp nominierte Torwart spielte gegen seinen langjährigen Verein SC Freiburg, bei dem er ausgebildet wurde. Erst kurz vor Ende der Wechselfrist war Atubolu nach einem turbulenten Transfersommer nach Frankfurt verliehen worden.
„Es war krass, unfassbar“, sagte Atubolu über das Wiedersehen. Er habe versucht, den Moment im Stadion zu genießen. Beim 1:1 durch Derry Scherhant sah der Keeper nicht ganz glücklich aus. Später verhinderte er bei einem Freistoß Scherhants mit den Fingerspitzen einen weiteren Gegentreffer, der Ball prallte an den Pfosten.
Atubolu wertete die Parade als Ergebnis der Arbeit im Training. „Das Torwart-Team und ich haben die ganze Woche am Abdruck gearbeitet“, sagte er. Solche Szenen seien für Torhüter nicht planbar, weil sie nicht entscheiden könnten, welche Bälle aufs Tor kommen.
Frankfurt sucht Stabilität nach Führungen
Sportlich bleibt für die Eintracht vor der Länderspielpause eine offene Baustelle: Das Team führte in allen vier bisherigen Spielen zur Pause, brachte den Vorsprung aber nicht immer über die Zeit. Nur beim 3:1 in Mainz gelang das über 90 Minuten.
Hütter wollte die verspielten Führungen nicht allein mit körperlichen Gründen erklären. Auf die Frage nach dem Blick in Richtung Europapokal-Plätze reagierte er zurückhaltend. „In der Phase sollte man kleinere Brötchen backen“, sagte der Österreicher.
Sorgen bereitet zudem Raphael Onyedika. Der Mittelfeld-Neuzugang hielt sich in der Schlussphase nach einem Zweikampf die Schulter. Sportvorstand Markus Krösche verwies auf einen laufenden Entwicklungsprozess. In der Viererkette müsse die Eintracht aktiver bleiben und dürfe sich nicht auseinanderziehen lassen. Mit dem Ergebnis müsse Frankfurt nun leben, sagte Krösche. [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Kaiserslautern |