Nationalmannschaft: Klopp startet beim DFB mit erstem Plan
- Jürgen Klopp hat beim DFB seinen ersten offiziellen Arbeitstag als Bundestrainer absolviert.
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Fußball. Jürgen Klopp hat am 15. August seinen ersten offiziellen Arbeitstag als Bundestrainer beim Deutschen Fußball-Bund absolviert. Am DFB-Campus in Frankfurt sprach er in einem vereinseigenen Interview über die ersten Schritte mit seinem Trainerteam, über die Vorbereitung auf die anstehenden Länderspiele in der UEFA Nations League im September und Oktober sowie über die Zusammenarbeit im Verband.
Nach Angaben des DFB war Klopp bereits in den Tagen vor dem offiziellen Start am Campus im Einsatz. Dort habe er gemeinsam mit seinem Trainerteam Abläufe kennengelernt, Kontakte im Verband aufgenommen und erste Termine vereinbart. Dazu zählen laut Klopp auch Gespräche mit Bundesligatrainern. Mit Spielern habe er zunächst noch keinen direkten Kontakt gehabt, da viele von ihnen noch mit ihren Klubs in der Vorbereitung unterwegs gewesen seien.
Besuche bei Vereinen und Gespräche mit Trainern
Klopp kündigte an, in den kommenden Wochen Vereine zu besuchen, um dort auch mit Spielern vor Ort zu sprechen. Zugleich verwies er darauf, dass bei der Nationalmannschaft vieles vom Zustand der Spieler bei der Anreise abhänge. In der nächsten Woche ist nach seinen Worten ein dreitägiger Workshop mit dem gesamten Trainerteam und Teilen des Staffs geplant.
Klopp beschrieb den Unterschied zur Arbeit im Verein vor allem darin, dass ihm für das Kennenlernen der Spieler deutlich weniger Zeit zur Verfügung steht. Deshalb wolle er vor dem ersten Zusammenkommen möglichst viele Eindrücke sammeln. Dabei gehe es ihm nicht nur um die sportliche Einschätzung, sondern auch um die Personen hinter den Spielern.
A-Nationalmannschaft hat zunächst Priorität
Als erste zentrale Aufgabe nannte Klopp die A-Nationalmannschaft. Darüber hinaus gebe es weitere Themen im Verband, die ebenfalls bearbeitet werden müssten. Zunächst liege der Fokus aber auf dem bevorstehenden Termin der Nationalmannschaft. Konkrete Maßnahmen nannte er noch nicht, verwies jedoch auf laufende Vorbereitungen und weitere Ideen im Trainerteam.
Außerdem berichtete Klopp von einem Austausch mit den Trainern der U 19-, U 20- und U 21-Nationalmannschaften. Genannt wurden dabei Toni Di Salvo, Hannes Wolf, Hanno Balitsch und Christian Wörns. Nach Klopps Darstellung soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Altersklassen eng verzahnt sein.
Lob für Reformen im Nachwuchsbereich
Positiv äußerte sich Klopp auch über das von Hannes Wolf angestoßene Nachwuchskonzept und die Reformen rund um die Trainingsphilosophie Deutschland. Er sprach sich dafür aus, Trainer in der Breite zu unterstützen, damit diese ihr Wissen an Spielerinnen und Spieler weitergeben können. Der DFB könne nach seiner Darstellung nicht alle Talente selbst ausbilden, sondern müsse vor allem den Weg vorgeben. Das vollständige Interview soll laut DFB am Samstag um 18.30 Uhr sowie auf Abruf bei DFB.TV veröffentlicht werden.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |