Kössler trifft doppelt: Ex-Hoffenheimerin drängt ins DFB-Team

Empfahl sich gegen Australien: Angreiferin Melissa Kössler.  | Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Karlsruhe. Die DFB-Frauen haben im Rennen um eine Mittelstürmerin für die anstehenden Großturniere eine neue Kandidatin: Melissa Kössler empfahl sich beim 4:2 gegen Australien mit ihren ersten beiden Länderspieltoren.

Zwei Jahre nach dem Rücktritt von Alexandra Popp ist die Rolle im Sturmzentrum weiter offen. Bundestrainer Christian Wück sucht eine robuste Angreiferin, die Bälle sichern und verteilen kann, im Eins-gegen-eins besteht und zugleich torgefährlich ist. Für die Olympia-Qualifikation im kommenden Frühjahr, die Weltmeisterschaft in Brasilien und mit Blick auf die Heim-EM 2029 soll eine langfristige Lösung gefunden werden.

Kössler sammelt Punkte im Sturmzentrum

Die 26-Jährige, die früher für Turbine Potsdam und die TSG Hoffenheim spielte, überzeugte in Karlsruhe nicht nur mit ihren zwei Toren. Wück hob auch ihre Zweikampfstärke sowie ihre Fähigkeit hervor, Bälle zu behaupten und weiterzuleiten. Kössler steht bei Denver Summit FC unter Vertrag und sagt, sie habe sich in der US-Liga vor allem athletisch weiterentwickelt.

Am Dienstag, 13. Oktober, steht für die Auswahl in Bremen der nächste Test gegen Japan an. Anpfiff ist um 17.45 Uhr, die ARD überträgt.

Schüller, Mühlhaus und Hoffmann als weitere Optionen

  • Lea Schüller bringt mit 56 Toren in 87 Länderspielen eine starke Quote mit. Nach ihrem Wechsel zu Manchester United sucht die 28-Jährige jedoch noch ihre Form. Die Nations-League-Endspiele gegen Spanien verpasste sie aus familiären Gründen, am 10. Oktober reiste sie wegen eines Infekts ab.
  • Larissa Mühlhaus fehlt beim aktuellen Lehrgang ebenfalls krank. Die 23-Jährige hatte nach einer Verletzung gerade ihr Comeback bei Eintracht Frankfurt gegeben und bei ihrem DFB-Debüt gegen Slowenien im März getroffen.
  • Giovanna Hoffmann hatte bei der EM mit Robustheit und Laufbereitschaft überzeugt. Nach Kreuzbandriss und erneuter Operation im Sommer hat die 28-Jährige für den VfL Wolfsburg noch kein Spiel bestritten.
  • Nicole Anyomi wurde diesmal nachnominiert. Die Stürmerin von London City Lionesses kam gegen Australien als Jokerin zum Einsatz, vergab aber eine große Chance

Wück hofft besonders auf eine Rückkehr von Hoffmann, weil sie das gesuchte Profil verkörpere. Zugleich verwies er auf die vorhandenen Alternativen. Die Besetzung im Sturmzentrum sei aber noch „ausbaufähig“. [dpa/red]

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Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Rheinhessen

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