Jena vor Neustart in der 2. Frauen-Bundesliga
- Trainer Florian Kästner geht mit dem FC Carl Zeiss Jena in die neue Saison der 2. Frauen-Bundesliga.
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Frauenfußball. Der FC Carl Zeiss Jena steht vor einem personellen Umbruch. Nach dem Abstieg aus der Google Pixel Frauen-Bundesliga geht das Team in die Saison 2026/2027 der 2. Frauen-Bundesliga. Trainer Florian Kästner, der in seine vierte Saison als Cheftrainer startet, sieht die Mannschaft nach eigener Einschätzung in einer Phase des Neuaufbaus.
Nach Angaben Kästners ist der Kader bis auf sechs Spielerinnen komplett neu zusammengestellt worden. Insgesamt stehen 15 Zugängen 20 Abgänge gegenüber. Vor rund sechs Wochen habe zunächst erst eine Spielerin fest unter Vertrag gestanden. Inzwischen umfasst das Aufgebot 22 Spielerinnen.
Defensive soll noch verstärkt werden
Kästner kündigte an, dass Jena noch zwei weitere Spielerinnen für die Defensive verpflichten möchte. Zudem sollen drei oder vier Talente aus dem Nachwuchs hochgezogen werden.
Eine konkrete Zielsetzung für die neue Spielzeit formulierte der Trainer noch nicht. Er verwies darauf, dass sich die neu zusammengestellte Mannschaft erst finden müsse. Klar sei aber der Anspruch, mit dem Kader in der Liga eine gute Rolle zu spielen. Als mögliche Konkurrenten im oberen Bereich nannte Kästner unter anderem Mitabsteiger SGS Essen, Viktoria Berlin, den VfL Bochum, den SC Sand und den SV Meppen.
Veränderte Anforderungen nach dem Abstieg
Mit Blick auf die neue Spielklasse erwartet Kästner andere Spielverläufe als noch in der Bundesliga. Jena werde seltener als Außenseiter in Partien gehen, sondern sich auf mehr Ballbesitz und höheres Pressing einstellen. Entsprechend liege der Fokus im Training stärker auf offensiven Inhalten, während Physis und Intensität erhalten bleiben sollen.
Zum Stand der Vorbereitung äußerte sich der 27-Jährige zufrieden. In den bisherigen Testspielen habe die Mannschaft gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sei. Wegen Abstellungen habe allerdings noch nicht mit dem kompletten Kader trainiert werden können.
Saisonstart Anfang August
Die neue Saison beginnt am 2. August. Zum Auftakt trifft Jena auf Borussia Mönchengladbach. In den ersten beiden Heimspielen warten anschließend mit der SGS Essen und dem 1. FFC Turbine Potsdam zwei weitere frühere Bundesligisten.
Seine Heimspiele trägt das Team weiterhin im Ernst-Abbe-Sportfeld aus. Kästner wertete das als Zeichen der Unterstützung innerhalb des Klubs.
Mit Blick auf die Entwicklung im Frauenfußball verwies der Trainer auf wachsende Konkurrenz durch Männerlizenzvereine mit größeren finanziellen Möglichkeiten. Gleichzeitig sagte er, Jena habe gezeigt, dass sich junge Spielerinnen dort entwickeln, in der Bundesliga durchsetzen und den Sprung in Juniorinnen-Nationalteams schaffen können. Zu seiner persönlichen Zukunft sagte Kästner, er sei mit 27 Jahren am Anfang seiner Trainerkarriere und für alles offen.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |