Hertha BSC: Neuer Linksverteidiger spricht über Wechsel
- Hertha BSC hat ein erstes Interview mit Neuzugang Mads Pedersen veröffentlicht.
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Berlin. Hertha BSC hat nach der Verpflichtung seines neuen Linksverteidigers Mads Pedersen ein erstes Vereinsinterview mit dem Dänen veröffentlicht. Darin spricht der frühere Spieler des FC Augsburg und des FC Nordsjælland über die Gründe für seinen Wechsel, seine ersten Eindrücke aus dem Training und seine Erwartungen an die neue Aufgabe.
Pedersen nennt Gründe für Hertha-Wechsel
Nach Angaben Pedersens bestand das Interesse von Hertha BSC bereits seit längerer Zeit. Es habe in der Vergangenheit mehrfach Gespräche gegeben, nun sei aus seiner Sicht der passende Zeitpunkt gekommen. Der Spieler sagte, er habe in den vergangenen zwei bis drei Jahren verletzungsbedingt nicht so häufig auf dem Platz gestanden und wolle vor allem wieder regelmäßig Fußball spielen.
Eine Rolle spielte demnach auch der Besuch im Olympiastadion beim 4:1 gegen Heidenheim. Pedersen berichtete, er habe gemeinsam mit seiner Frau die Atmosphäre erlebt und die Mannschaft in diesem Spiel aufmerksam verfolgt. Positiv bewertet er nach eigener Aussage zudem die Rückmeldungen, die er über Team und Kabine erhalten habe.
Ziele zunächst kurzfristig formuliert
Konkrete langfristige Ziele formulierte Pedersen in dem Interview nicht. Er verwies darauf, dass er von Woche zu Woche und von Spiel zu Spiel denken wolle. Im Vordergrund stehe für ihn, wieder Freude am Fußball zu finden, täglich auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft mit seiner Erfahrung zu helfen. Außerdem wolle er Verantwortung übernehmen.
Seinen Spielstil beschreibt Pedersen als laufstark und offensiv. Er sprach von viel Bewegung auf der linken Seite, Kombinationsspiel und einer eher aggressiven Spielweise. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch Josip Brekalo, mit dem er künftig zusammenspielen möchte.
Dänische Mitspieler und bekannte Namen
Pedersen ist nach Vereinsangaben der dritte Däne im Hertha-Kader. Mit Sebastian Grønning kennt er sich bereits aus früheren Zeiten in Nachwuchsmannschaften, Gustav Christensen sei dafür etwas zu jung. Vor dem Wechsel habe er Grønning Fragen zum Verein gestellt und positive Rückmeldungen bekommen.
Auch mit weiteren Bekannten habe Pedersen über Hertha gesprochen. In Augsburg tauschte er sich nach eigenen Angaben mit Arne Maier aus, außerdem kurz mit Marius Wolf. Gegen Paul Seguin und Josip Brekalo habe er bereits Spiele bestritten.
Erste Eindrücke aus dem Training
Sein erstes Training mit der Mannschaft beschrieb Pedersen als intensiv. Zwei Tage nach einem Spiel sei die Einheit aufgeteilt gewesen: Spieler mit hoher Einsatzzeit hätten nach dem Aufwärmen Läufe absolviert, während andere im Sechs-gegen-Sechs spielten. Dabei habe er sowohl Intensität als auch Spielfreude wahrgenommen.
In seiner bisherigen Profikarriere spielte Pedersen abgesehen von einer halbjährigen Leihe nach Zürich im Jahr 2020 für den FC Augsburg und den FC Nordsjælland. Kontinuität und Loyalität hätten für ihn einen hohen Stellenwert, auch außerhalb des Fußballs. Der Abschied nach sieben Jahren sei ein besonderes Gefühl, der Schritt mit seiner Frau und der neun Monate alten Tochter aber gemeinsam entschieden.
Berlin kennt Pedersen nach eigenen Angaben bislang kaum; zuletzt sei er in der siebten Klasse dort gewesen. Über die Stadt habe er sich unter anderem bei Marcus Ingvartsen informiert, den er seit langer Zeit kennt und dessen Trauzeuge er war. In Dänemark wurde Pedersen früher „Mini“ genannt, weil in einer Mannschaft mehrere Spieler Mads hießen und er der kleinste war. Seit seiner Zeit in Deutschland werde er meist einfach Mads genannt. Abseits des Fußballs verbringt er nach eigenen Angaben Zeit mit Frau und Kind, spielt gelegentlich Golf und interessiert sich für Investments, etwa im Immobilienbereich.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |