Finalpleite für SC Freiburg: 0:3 gegen Aston Villa
- Nichts zu machen für die Freiburger um Matthias Ginter (l) und Maximilian Eggestein.
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Freiburg. Der Traum vom ersten großen internationalen Titel ist geplatzt. Der SC Freiburg hat das Finale der Europa League deutlich mit 0:3 gegen Aston Villa verloren und damit den historischen Triumph verpasst.
Im Besiktas Park hielt das Team von Trainer Julian Schuster zunächst gut mit. Lange bewegte sich die Partie auf Augenhöhe. Doch kurz vor der Pause kippte das Spiel. Zwei schnelle Treffer brachten den Favoriten aus der Premier League entscheidend in Führung.
Schuster zeigte sich nach dem Abpfiff enttäuscht. „Für den Moment spüre ich keine Zufriedenheit. Wir haben ein Finale verloren. Das ist das, was überwiegt und auch schmerzt“, sagte der Trainer bei RTL.
Doppelschlag kurz vor der Pause entscheidet das Spiel
Bis in die Schlussphase der ersten Hälfte verteidigten die Freiburger kompakt. Dann nutzte Aston Villa zwei Nachlässigkeiten. Youri Tielemans traf in der 41. Minute nach einer Ecke per Volleyschuss. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Emiliano Buendia mit einem sehenswerten Schlenzer auf 2:0.
Die Breisgauer versuchten nach der Pause zurückzukommen. Doch Morgan Rogers sorgte in der 58. Minute mit dem 3:0 endgültig für die Entscheidung. Freiburg fehlten in der Offensive die Mittel, um den englischen Club ernsthaft unter Druck zu setzen.
Historische Europa-Reise endet ohne Titel
Trotz der Niederlage bleibt die Saison international ein Meilenstein für den Verein. Noch nie zuvor war der Sport Club in einem europäischen Wettbewerb über das Achtelfinale hinausgekommen. Der Einzug ins Endspiel markiert damit den größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte.
Rund 37.000 Zuschauer verfolgten das Finale im Stadion. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann und der frühere Weltmeister-Coach Joachim Löw waren vor Ort. In Freiburg selbst fieberten etwa 15000 Fans beim Public Viewing auf der Messe mit.
Champions League verpasst
Mit dem Sieg hätte sich der SC Freiburg direkt für die Champions League qualifiziert. Stattdessen spielt der Bundesligist in der kommenden Saison in der Conference League. Grundlage dafür ist der siebte Platz in der Bundesliga.
Den Titel sicherte sich Aston Villa unter Trainer Unai Emery. Der Spanier gewann den Wettbewerb damit bereits zum fünften Mal und bestätigte seinen Ruf als Europa League Spezialist. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |