FIFA WM 2026: Schweiz im Viertelfinale, Klopp zweifelt am Titel

FIFA WM 2026: Die Schweiz jubelt nach dem Elfmeterschießen über den Viertelfinaleinzug. Jetzt wartet Argentinien in der Nacht ab 02.30 Uhr. | Foto: Nopphon/stock.adobe.com
  • FIFA WM 2026: Die Schweiz jubelt nach dem Elfmeterschießen über den Viertelfinaleinzug. Jetzt wartet Argentinien in der Nacht ab 02.30 Uhr.
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FIFA WM 2026. Die Schweiz steht nach einem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien erstmals seit 72 Jahren wieder im Viertelfinale. Weiter geht es am 12. Juli ab 02.30 Uhr gegen Argentinien, das Spiel läuft exklusiv bei MagentaTV. Jürgen Klopp ordnete das dramatische Achtelfinale direkt ein, ohne es größer zu machen als nötig. „Ich bin nicht unglücklich mit dem Spiel, aber wahrscheinlich haben wir nicht den kommenden Weltmeister gesehen“, sagt der MagentaTV-Experte.

Was Klopp und Müller am Spiel auffiel

Für Klopp lag der Fokus vor allem auf dem Druck, der über 120 Minuten auf beiden Teams lastete. „Da ist so ein Druck drauf für beide Mannschaften. Was dann hier herauskam, war immer noch Fußball und waren immer noch Torchancen“, so Klopp. Thomas Müller sah einen ähnlichen Grund, warum die Partie lange keine klare Richtung bekam. „Für einen interessanteren Spielverlauf hat einfach dieses erste Tor gefehlt“, sagt Müller, und beschreibt das Elfmeterschießen als „Coin Flip“.

FIFA WM 2026: Yakins Plan geht auf

Schweiz-Trainer Murat Yakin war nach dem Erfolg vor allem mit der Umsetzung zufrieden. „Erst haben wir Mentalität gebracht, dann haben wir die Wechsel vorbereitet, dass wir mehr Kontrolle und Ballbesitz bekommen. Und je länger das Spiel gegangen ist, habe ich die richtigen Spieler zum Penalty-Schießen gebracht. Irgendwo hast du einen Plan , und wenn er so aufgeht . Umso schöner“, sagt Yakin. Nach Abpfiff fasste er die Leistung so zusammen: „Wir haben einen unglaublichen Fight geliefert. Mit Cleverneß, mit Geduld.“ Dazu gab es ein Lob für Torwart Gregor Kobel: „der Gregor spielt ein großes Turnier. Großes Kompliment.“

Elfmeterschießen, Tränen, ein Matchwinner

Klopp blieb auch beim Blick auf einzelne Szenen deutlich: „Dass man ein Genie im Kopfrechnen ist und das beim Elfmeterschießen nicht hilft, hat man bei Akanji gesehen. Der kann 763 x 874 jetzt als Ergebnis sagen, aber haut den Ball da drüber“, sagt er über Manuel Akanji.

Thomas Müller nahm in seiner Analyse auch Kapitän Granit Xhaka mit auf. „Xhaka hatte zwei untypische Ballverluste. Wenn der heute ein deutsches Trikot angehabt hätte, hätte man ihn sehr kritisch gesehen und die Taktgeberrolle vielleicht doch ein bisschen hinterfragt“, sagt Müller.

Wann die Viertelfinals laufen

Der entscheidende Treffer im Elfmeterschießen fiel durch Ruben Vargas, der danach klare Worte fand. „Jetzt haben wir Geschichte geschrieben und das ist einfach nur geil“, sagt Vargas.

MagentaTV zeigt die Viertelfinals am 10. Juli ab 21 Uhr Frankreich gegen Marokko, am 11. Juli ab 20 Uhr Spanien gegen Belgien, am 11. Juli ab 22 Uhr Norwegen gegen England und am 12. Juli ab 02.30 Uhr Argentinien gegen die Schweiz. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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