FC Heidenheim hadert nach Auswärtsspiel mit erstem Durchgang
- Der FC Heidenheim musste sich auswärts bei Hertha BSC deutlich geschlagen geben.
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Fußball. Der FC Heidenheim hat am 2. Spieltag der Zweitliga-Saison 2026/27 auswärts bei Hertha BSC mit 1:4 verloren. Nach der Partie übten Trainer und Spieler deutliche Selbstkritik, vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit.
Cheftrainer Frank Schmidt sagte, Hertha habe die Partie von Beginn an kontrolliert. Bereits beim Anstoß sei sein Team nicht in die Zweikämpfe gekommen, wenig später habe ein Freistoß zum frühen Rückstand geführt. Auch das 0:2 fiel aus seiner Sicht nach einem Ballverlust und einem schwach geführten Zweikampf. Erst in der 41. Minute habe es durch Marcel Costly den ersten Abschluss des FC Heidenheim gegeben, zuvor habe Hertha das Spiel komplett im Griff gehabt.
Frank Schmidt übernimmt Verantwortung
Schmidt nahm die Verantwortung nicht nur bei der Mannschaft, sondern auch bei sich selbst. Er sagte, eine Mannschaft sei immer ein Spiegelbild des Trainers. Beim Stand von 0:2 habe er über schnelle Wechsel nachgedacht, aber zu lange gezögert. Nach dem 0:3 habe er dann bis zur Pause gewartet, um mit einem Vierfachwechsel neu zu beginnen.
Nach dem Seitenwechsel sah Schmidt zunächst eine bessere Phase seines Teams. Der FC Heidenheim verkürzte auf 1:3, zudem gab es nach seinen Worten in der 60. Minute die Chance auf den zweiten Anschlusstreffer. In einer Zwei-gegen-eins-Situation mit viel Platz sei der Ball jedoch in Richtung Eckfahne gespielt worden. Über die gesamten 90 Minuten sei der Sieg für Hertha BSC verdient gewesen, auch in der Höhe.
Spieler kritisieren Einstellung und Zweikampfverhalten
Jan Schöppner bezeichnete die erste Halbzeit als „brutal schlecht“. Nach dem frühen Gegentor habe es seine Mannschaft nicht geschafft, sich aufzuraffen, Zweikämpfe anzunehmen und ins Spiel zu finden. Weder offensiv noch defensiv habe der FC Heidenheim in dieser Phase stattgefunden.
Tim Siersleben sagte, es habe an allem gefehlt, was Fußball für die Mannschaft ausmache: an Einstellung, Zweikämpfen und Ballbesitzphasen. Der Gegner sei kaum vor Probleme gestellt worden. Besonders das erste Tor sei bezeichnend gewesen, weil sein Team schon beim Anstoß und anschließend beim Freistoß zu langsam im Kopf gewesen sei.
Debüt für Zrilic
Marko Zrilic sprach trotz der Niederlage von einem besonderen Moment bei seinem ersten Einsatz. Vor 41.000 Zuschauern zu debütieren, sei ein außergewöhnliches Gefühl gewesen. Gleichzeitig betonte er, dass dieser persönliche Moment wenig zähle, weil der FC Heidenheim ohne Punkte die Heimreise antreten musste. Nach seinen Worten habe die Mannschaft noch an eine Wende geglaubt und gekämpft, am Ende aber verdient verloren.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |