Europa-Park-Stadion: Freiburger Frühlingsgefühle vor Bayer
- Trainer Julian Schuster ist mit der bisherigen Freiburger Saison zufrieden. (Archivbild)
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Europa-Park-Stadion. Emotionale Frühlingsgefühle tragen den SC Freiburg vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen – mit spürbarer Wirkung für Fans und Stadt. Am Samstag, 7. März, geht es um wichtige Punkte im Rennen um Europa und um die Stärke im eigenen Stadion. Trainer Julian Schuster sieht eine positive Entwicklung, mahnt aber auch zur Konzentration.
Julian Schuster war bester Laune. Und nur für einen kleinen Moment «eher der strenge Lehrer», wie er es selbst formulierte. «Eine zwei bis drei», sagte der Trainer des SC Freiburg auf die Frage, welche Note er den Badenern für ihre bisherige Saison geben würde. Es gebe noch «Luft nach oben», er sei aber auch «mit sehr, sehr vielen Dingen zufrieden».
Platz acht in der Fußball-Bundesliga, im DFB-Pokal unter den besten Vier, in der Europa League im Achtelfinale – laut Schuster hat sich der Sport-Club für die entscheidenden Wochen der Saison eine «super Grundlage erarbeitet». Was die Mannschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt geleistet habe, sei «super», meinte er.
Emotionale Rückkehrer stärken Freiburgs Optionen
Gegen Bayer Leverkusen geht es darum, die Chancen zu erhöhen, auch in der kommenden Spielzeit international dabei zu sein. Zehn Punkte beträgt der Rückstand der Freiburger auf den Tabellensechsten. Verlieren sie gegen die Werkself, ist der Europapokal zumindest über die Liga kaum noch zu erreichen. Doch Schuster wirkt unbesorgt und setzt auf die Heimstärke – sowie auf Rückkehrer.
Flügelspieler Niklas Beste und Mittelfeld-Ass Johan Manzambi stehen nach abgesessenen Sperren wieder zur Verfügung. Auch Verteidiger Philipp Lienhart habe in dieser Woche komplett mittrainiert, berichtete Schuster. Österreichs Nationalspieler, der wegen einer Bauchmuskelverletzung lange fehlte, könne wieder eine Option sein. Der zuletzt ebenfalls angeschlagene Defensivmann Lukas Kübler habe zumindest wieder Teile des Trainings absolviert.
Emotionale Heimstärke als klarer Faktor
Im eigenen Stadion haben die Freiburger seit dem 1:3 gegen den FC Augsburg am ersten Spieltag nicht mehr verloren. Den VfB Stuttgart haben sie vor heimischer Kulisse 3:1 geschlagen, Borussia Dortmund ein 1:1 abgerungen. Das sorgt für Rückhalt auf den Rängen und Selbstvertrauen auf dem Platz.
Auch wenn Schuster die öffentliche Wahrnehmung der Leverkusener zuletzt wunderte, warnt er vor der Qualität des Gegners. «Wo ist denn wirklich die Krise?», fragte Freiburgs Coach. Dreimal in Serie war die Werkself vor dem 1:0 im Nachholspiel beim Hamburger SV am Mittwoch sieglos geblieben – nur einmal hatte sie dabei allerdings verloren. «Da steht genug Qualität auf dem Platz», sagte Schuster.
Emotionale Ruhe trotz Atubolu-Gerüchten
Viel Qualität steht auch beim SC zwischen den Pfosten. Die Zukunft von Torwart Noah Atubolu bereitet Schuster kein Kopfzerbrechen. «Wir sind in einem super Austausch, sprechen klar über die Zukunft», sagte der Coach angesprochen auf die Begehrlichkeiten anderer Clubs. Aus seiner Sicht sei alles «positiv zu bewerten».
Atubolus Vertrag läuft noch bis 2027. Zuletzt hatte es mehrfach Gerüchte gegeben, dass der 23-Jährige den SC nach dieser Saison verlassen könnte. Er habe «keine Angst» und sei dennoch «realistisch, dass so etwas passieren kann», erklärte Schuster. Der Spieler wisse aber auch «zu schätzen, welches Vertrauen er hier bekommt». Nicht zuletzt von Schuster, dem manchmal auch «eher strengen Lehrer». dpa
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |