Europa-League-Finale: SC Freiburg vor größtem Spiel
- Erst seit zwei Jahren SC-Cheftrainer: Julian Schuster. (Archivbild)
- Foto: Tom Weller/dpa
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Freiburg. Für den SC Freiburg steht am Mittwoch, 20. Mai, das größte Spiel der Vereinsgeschichte an. In Istanbul kämpft der Bundesligist um 21 Uhr gegen Aston Villa um den Titel in der Europa League.
Der Verein aus dem Breisgau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom Bundesliga‑Neuling zu einem festen Bestandteil des internationalen Wettbewerbs entwickelt. Der Einzug ins Finale gilt als vorläufiger Höhepunkt einer langen Entwicklung, die mit mehreren prägenden Stationen verbunden ist.
Der erste Aufstieg in die Bundesliga
1993 gelingt dem SC Freiburg unter Trainer Volker Finke erstmals der Sprung in die Bundesliga. Bereits zwei Jahre später sorgt das Team für eine Sensation und beendet die Saison auf Platz drei. Damit qualifizieren sich die Breisgauer erstmals für den damaligen UEFA‑Cup. Das internationale Abenteuer endet allerdings schon in der ersten Runde gegen Slavia Prag.
Ära Finke prägt den Verein
Volker Finke bleibt insgesamt 16 Jahre Cheftrainer. In dieser Zeit erlebt der Club mehrere Auf und Abstiege, etabliert aber seine klare sportliche Linie. Spieler aus weniger beachteten Fußballnationen und Finkes legendärer Strandkorb an der Seitenlinie prägen das Bild dieser Jahre.
Trauer um Präsident Achim Stocker
Am 1. November 2009 stirbt Präsident Achim Stocker im Alter von 74 Jahren. Über mehr als drei Jahrzehnte hatte er den SC Freiburg geführt und den Weg vom Amateurclub bis in die Bundesliga begleitet. Sein Nachfolger wird später DFB Präsident Fritz Keller.
Christian Streich wird Cheftrainer
In der Winterpause der Saison 2011 2012 übernimmt Nachwuchstrainer Christian Streich die Profimannschaft. Unter ihm entwickelt sich der Sport Club zu einem stabilen Bundesligisten mit klarer Spielidee. Nach dem Abstieg 2015 gelingt der direkte Wiederaufstieg. Streich wird zu einer der bekanntesten Trainerfiguren im deutschen Fußball.
Neues Stadion als wichtiger Schritt
Seit Oktober 2021 trägt der SC Freiburg seine Heimspiele im Europa Park Stadion aus. Die moderne Arena mit rund 35.000 Plätzen ersetzt das traditionsreiche Dreisamstadion. Der Umzug bringt deutlich bessere wirtschaftliche Möglichkeiten.
Erstes Pokalfinale in Berlin
2022 erreicht der Sport Club erstmals das Endspiel im DFB Pokal. Zehntausende Fans reisen nach Berlin. Im Finale unterliegt Freiburg nach Elfmeterschießen gegen RB Leipzig. Trotzdem gilt der Auftritt als Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Trainerwechsel zu Julian Schuster
Im Sommer 2024 endet die Ära Streich nach fast drei Jahrzehnten im Verein. Sein früherer Kapitän Julian Schuster übernimmt als Cheftrainer. In seiner ersten Saison verpasst Freiburg nur knapp die Qualifikation für die Champions League.
Erstmals ein europäisches Endspiel
Nach Achtelfinal Aus gegen Juventus Turin 2023 und West Ham United 2024 gelingt diesmal der große Durchbruch. Mit dem Erfolg im Halbfinale gegen Sporting Braga zieht Freiburg erstmals in ein europäisches Finale ein. Der Verein aus dem Breisgau hat damit die Chance auf den größten Titel seiner Geschichte. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |