Eintracht Frankfurt: Collins peilt Rückkehr zum Trainingsstart an
- Nnamdi Collins von Eintracht Frankfurt sieht sich nach seiner Sprunggelenksverletzung vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining.
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Frankfurt. Nnamdi Collins hat nach eigenen Worten die Reha nach seiner Sprunggelenksverletzung abgeschlossen und rechnet damit, zum Trainingsauftakt wieder einsteigen zu können. Der 21-Jährige zog in einem vereinseigenen Interview zudem Bilanz über eine wechselhafte Saison von Eintracht Frankfurt, die ohne Europapokalplatz endete.
Collins sprach von vielen "Ups and Downs" im vergangenen Spieljahr. Die Mannschaft sei an ihren Zielen vorbeigerutscht, sagte der Verteidiger. Für die kommende Saison kündigte er einen stärkeren Fokus auf Bundesliga und DFB-Pokal an. Gerade ohne internationalen Wettbewerb gewinne der Pokal für die Eintracht zusätzlich an Bedeutung, auch wenn für ihn die Liga der wichtigste Maßstab bleibe.
Wechselhafte Saison und persönliche Rückschläge
Persönlich bewertete Collins die Saison als lehrreich. Vor seiner Verletzung gehörte er phasenweise zur Stammformation, verpasste nach eigenen Angaben jedoch die letzten sieben Spiele. Seine zweite Profisaison beschrieb er als deutlich anspruchsvoller als das erste Jahr, in dem vieles noch "wie im Märchen" gewesen sei.
Als wichtigen Einschnitt schilderte Collins auch sein Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft. Zwar sei das zunächst sein schönster Moment als Fußballer gewesen, nach einem aus seiner Sicht schwachen Spiel habe er aber erstmals deutlichen Gegenwind gespürt. Daraus habe er nach eigener Darstellung gelernt.
Nach der Trennung von Trainer Dino Toppmöller während der Saison habe er sich als Spieler mitverantwortlich gefühlt. Die Frankfurter Leistungen seien oft zwischen ordentlich und nicht überzeugend gependelt. Besonders die defensive Instabilität habe die Mannschaft über längere Phasen begleitet. Collins betonte allerdings, dass es aus seiner Sicht nicht am Einsatzwillen gefehlt habe.
Champions League als prägende Erfahrung
Sportlich hob Collins die Champions-League-Saison trotz des enttäuschenden Abschneidens als wertvolle Erfahrung hervor. Besonders das 5:1 gegen Galatasaray zum Auftakt sowie das 0:0 in Neapel blieben ihm nach eigener Aussage in Erinnerung. Als stärksten Gegenspieler nannte er Ademola Lookman, damals bei Atalanta Bergamo.
Für regionale Fußballfans ist die Entwicklung des jungen Frankfurters auch deshalb interessant, weil Eintracht Frankfurt als Klub aus dem Südwesten regelmäßig im Fokus vieler Anhänger in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Baden steht. Collins' Aussagen deuten darauf hin, dass er nach seiner Verletzung ohne größere Komplikationen in die Vorbereitung gehen will.
Rückkehr nach Sprunggelenksverletzung in Sicht
Ende März hatte sich Collins am Sprunggelenk verletzt. Das Comeback noch in der laufenden Saison sei aus seiner Sicht früh nicht realistisch gewesen. Inzwischen sehe er sich bei 90 bis 95 Prozent. Wäre die Saison eine Woche länger gegangen, hätte er nach eigener Einschätzung schon wieder teilweise mit der Mannschaft trainieren können.
Die Sommerpause soll nun den letzten Schritt zur vollständigen Rückkehr bringen. Sein Ziel ist klar: Zum Trainingsauftakt wieder angreifen.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |