Eintracht Frankfurt: Anthony Yeboah wird 60

Anthony Yeboah prägte Eintracht Frankfurt in den frühen 1990er-Jahren und wurde zweimal Torschützenkönig der Bundesliga. | Foto: Anouar Touir
  • Anthony Yeboah prägte Eintracht Frankfurt in den frühen 1990er-Jahren und wurde zweimal Torschützenkönig der Bundesliga.
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Geburtstag. Anthony Yeboah, einer der prägenden Stürmer der jüngeren Vereinsgeschichte von Eintracht Frankfurt, hat am 6. Juni seinen 60. Geburtstag gefeiert. Darauf weist der Bundesligist in einer Vereinsmitteilung hin.

Der frühere Angreifer spielte von 1990 bis Januar 1995 für die Frankfurter Profis. In dieser Zeit erzielte der Ghanaer laut Verein 89 Tore in 156 Spielen. Zweimal wurde er Torschützenkönig der Bundesliga, zudem war er 1994 der erste afrikanische Kapitän der Liga. Damit gehört Yeboah bis heute zu den bekanntesten Offensivspielern der Eintracht-Historie.

Prägende Jahre bei der Eintracht

Sein Name ist in Frankfurt auch mit einer sportlich starken Phase Anfang der 1990er-Jahre verbunden. Der Verein erinnert daran, dass Yeboah bereits 1989 in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Saarbrücken aufgefallen war, damals noch als Spieler des Gegners. Ein Jahr später wechselte er an den Main.

In Frankfurt bildete Yeboah mit offensiv ausgerichteten Spielern wie Uwe Bein eines der markantesten Gespanne dieser Zeit. Aus Vereinssicht steht er damit auch für die Mannschaft des sogenannten „Fußball 2000“, die in den frühen 1990er-Jahren zu den auffälligsten Teams der Bundesliga zählte.

Auch schwierige Kapitel gehören zur Geschichte

Die Vereinsmitteilung erinnert nicht nur an Tore und Auszeichnungen, sondern auch an belastende Erfahrungen. Dazu zählen rassistische Beleidigungen während seiner Karriere sowie die spätere Suspendierung bei der Eintracht im Zusammenhang mit dem damaligen Trainer Jupp Heynckes.

Yeboah sprach in einem Vereinsinterview außerdem über seine Kindheit in Ghana, wo er in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Nach seiner Zeit in Frankfurt spielte er unter anderem noch für Leeds United und den Hamburger SV.

Kontakt nach Frankfurt blieb bestehen

Nach Angaben des Vereins lebt Yeboah heute in Ghana und hält weiterhin Kontakt zur Eintracht. Dort betreibt er auch ein Hotel mit dem Namen „Yegola“ – ein Verweis auf einen Spitznamen, der sich aus seinem Namen und seinen Toren ableitet.

Insgesamt kommt Yeboah laut Eintracht in Bundesliga und Relegation auf 99 Tore in 227 Partien. Bis heute gilt er in Frankfurt als einer der herausragenden Stürmer der vergangenen Jahrzehnte.

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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