DFB würdigt Frauenfußball-Pionierin Hannelore Ratzeburg
- Hannelore Ratzeburg gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Funktionärinnen des Frauenfußballs in Deutschland.
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Geburtstag. Der Deutsche Fußball-Bund erinnert an das Wirken von Hannelore Ratzeburg, die am 18. Juni 75 Jahre alt wird. Die gebürtige Hamburgerin prägte den Aufbau des Frauenfußballs in Deutschland über Jahrzehnte in unterschiedlichen Funktionen mit.
Ratzeburg spielte nach DFB-Angaben einst für den SV West-Eimsbüttel und Grün-Weiß Eimsbüttel. Zudem war sie als Trainerin und Schiedsrichterin aktiv. Ihren größten Einfluss hatte sie jedoch als Funktionärin.
Frühe Verantwortung im Frauenfußball
Bereits kurz nach der Zulassung des Frauenfußballs im DFB im Jahr 1970 übernahm sie bei West Eimsbüttel Verantwortung. Ab 1974 leitete sie den Frauenfußballausschuss im Hamburger Fußball-Verband. 1977 wurde im DFB die Funktion der Referentin für Frauenfußball im Spielausschuss geschaffen, die Ratzeburg übernahm.
Zu den Entwicklungen, an denen sie laut DFB maßgeblich beteiligt war, zählen die Einführung des DFB-Pokals der Frauen ab 1980, des Länderpokals für Frauen ab 1981 sowie die Gründung der Frauen-Nationalmannschaft 1982. Auch an der Einführung der zweigleisigen Bundesliga 1990 wirkte sie mit.
Erste Frau im DFB-Präsidium
1989 wurde Ratzeburg Vorsitzende im DFB-Ausschuss für Frauenfußball. 1990 rückte sie in die FIFA-Kommission für Frauenfußball auf. 1995 zog sie als erste Frau in den DFB-Vorstand ein. Ab 2007 gehörte sie dem DFB-Präsidium als Vizepräsidentin an, diese Funktion hatte sie bis 2022 inne.
Der Beitrag Ratzeburgs ist vor allem im sporthistorischen Kontext bedeutsam: In einer Zeit, in der der Frauenfußball in Deutschland noch um Anerkennung kämpfen musste, half sie beim Aufbau zentraler Strukturen. Seit März 2022 gehört sie dem Ehrenpräsidium des DFB an.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |