DFB richtet Führungsprogramm für Frauen im Fußball aus

Beim DFB-Programm „Future Leaders in Football“ kamen in Mexico City 18 Teilnehmerinnen aus mehreren Ländern zum Austausch über Führungsrollen im Fußball zusammen. | Foto: Anouar Touir
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Sport. Der Deutsche Fußball-Bund hat in Mexico City die siebte Ausgabe seines internationalen Programms „Future Leaders in Football“ organisiert. Das Format richtet sich an Frauen in Führungsfunktionen oder auf dem Weg dorthin und wurde vom 10. bis 15. Juni gemeinsam mit Volkswagen und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) veranstaltet.

18 Teilnehmerinnen aus Nationalverbänden, Konföderationen sowie aus dem Bereich „Sport für Entwicklung“ aus Mexiko, Mittelamerika, der Karibik und Deutschland nahmen teil. Im Mittelpunkt standen Fragen von Führung im Fußball, strukturelle Hürden für Frauen im Sport sowie die Nutzung von Fußball als Instrument zur Förderung von Geschlechtergleichstellung.

Austausch über Führungsrollen im Fußball

Nach DFB-Angaben gibt es das Programm seit 2021, seither kamen mehr als 100 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Ländern zusammen. Die aktuelle Ausgabe legte den Schwerpunkt auf die CONCACAF-Region.

Zum Programm gehörten Fachvorträge und Gesprächsrunden mit Vertreterinnen aus internationalen Fußballorganisationen. Unter anderem sprachen Heidi Pellerano, Chief Commercial Officer der CONCACAF, Mariana Gutiérrez, Präsidentin der Liga MX Femenil, Jill Ellis, Chief Football Officer der FIFA, sowie Laura McAllister, Vizepräsidentin der UEFA.

Auch Andrea Rodebaugh vom mexikanischen Fußballverband und Cecilia Vales, Gründerin von SheWins, waren beteiligt. Inhaltlich ging es dabei um Entwicklungsmöglichkeiten im Frauenfußball, Führungsverantwortung und den Zugang von Frauen zu Entscheidungspositionen.

Praktische Einheiten und Kulturprogramm

Neben den inhaltlichen Modulen gab es praktische Einheiten aus dem Bereich „Sport für Entwicklung“. Sie sollten zeigen, wie Fußball auch außerhalb des reinen Wettkampfs gesellschaftliche Wirkung entfalten kann.

Ergänzt wurde die Woche durch ein Rahmenprogramm in Mexico City. Die Teilnehmerinnen verfolgten laut DFB das Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft beim Public Viewing, nahmen an einem Stadtrundgang teil und besuchten eine Lucha-Libre-Veranstaltung.

DFB-Teilnehmerin hebt Vernetzung hervor

Aus Deutschland war unter anderem Aline Czaplicki Teil des Programms. Sie hob nach Angaben des Verbands vor allem den Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen hervor. Gerade die unterschiedlichen Erfahrungen aus der Region seien für die Gespräche besonders wertvoll gewesen.

Der DFB ordnet das Programm in seine Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen im Fußball ein. Im sportpolitischen Kontext geht es dabei um ein Thema, das Verbände international seit Jahren beschäftigt: die stärkere Beteiligung von Frauen an Entscheidungen im Fußball.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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