DFB-Frauen: Nia Künzer blickt auf U-19-EM und Nachwuchs

DFB-Sportdirektorin Nia Künzer sieht die deutschen Nachwuchsteams und die Frauen-Nationalmannschaft insgesamt auf einem positiven Weg. | Foto: Anouar Touir
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Frauenfußball. Kurz vor dem Start der U-19-Europameisterschaft hat DFB-Sportdirektorin Nia Künzer die Entwicklung im deutschen Frauenfußball positiv bewertet. Im Mittelpunkt stehen aus Sicht des Verbandes die Nachwuchsförderung, die Rolle internationaler Turniere und die engere Abstimmung zwischen U 19, U 23 und Frauen-Nationalmannschaft.

Die U 19 startet bei der Endrunde in Bosnien und Herzegowina am 27. Juni. Das erste Spiel bestreitet die deutsche Auswahl gegen Gastgeber Bosnien und Herzegowina. Künzer verwies darauf, dass bereits die Qualifikation wegen des Modus mit zwei Runden keine Selbstverständlichkeit gewesen sei. Nach dem EM-Titel der U 17 reist auch die U 19 mit entsprechenden Erwartungen zum Turnier.

U-19-EM als wichtiger Schritt

Künzer sieht die Mannschaft in einer stabilen Entwicklung. Viele Spielerinnen hätten sich individuell verbessert, zugleich sei das Team als Einheit gewachsen. Positiv hob sie die kontinuierliche Arbeit des Trainerteams um Melanie Behringer hervor. Zugleich verwies sie auf personelle Rückschläge: Rosa Rückert sowie Lotta Wrede und Jonna Wrede fallen aus.

Internationale Turniere seien für junge Spielerinnen nach Künzers Einschätzung ein wichtiger Baustein auf dem Weg in höhere Auswahlteams. Spiele auf diesem Niveau könnten helfen, mit Drucksituationen umzugehen und Erfahrungen für spätere Aufgaben in der U 23 oder der Frauen-Nationalmannschaft zu sammeln.

DFB sieht Fortschritte im weiblichen Nachwuchs

Als positives Signal wertete Künzer, dass sowohl die U 17 als auch die U 19 in diesem Jahr bei einer Endrunde vertreten sind. Der DFB führt die Entwicklung auf eine engere Zusammenarbeit der Nachwuchsteams, neue Impulse in der Trainerentwicklung und die Talentförderung in den Vereinen zurück. Ziel bleibe, regelmäßig bei internationalen Endrunden vertreten zu sein und Spielerinnen für die Frauen-Nationalmannschaft zu entwickeln.

Mit Blick auf die Frauen-Nationalmannschaft zog Künzer ebenfalls eine positive Zwischenbilanz. Unter Bundestrainer Christian Wück sei es gelungen, trotz personeller Umbrüche und verletzungsbedingter Ausfälle eine klare Spielidee zu entwickeln und junge Spielerinnen einzubinden. Als Beispiel für die kürzeren Wege nannte sie den Übergang aus der U 23 in das A-Team.

Frauen-Nationalmannschaft mit Blick auf die nächsten Turniere

Die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien bezeichnete Künzer als wichtige Bestätigung. Nach Angaben der Sportdirektorin verschafft der direkte Einzug Planungssicherheit für die kommenden Monate. Gleichzeitig betonte sie, dass die Entwicklung nicht abgeschlossen sei.

Als zentralen Erfolgsfaktor sieht der DFB die Verzahnung der Auswahlmannschaften. Der regelmäßige Austausch zwischen den Trainerteams solle dafür sorgen, dass Talente vom Nachwuchsbereich bis zur Frauen-Nationalmannschaft enger begleitet werden. Künzers Fazit: Die vergangenen Monate seien von Entwicklung und Zusammenwachsen geprägt gewesen.

Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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