Deutschland gegen Elfenbeinküste: Ein Spiel im Zeichen Enkes

Das bislang einzige Duell zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste endete 2:2 und wurde von der Trauer um Robert Enke überschattet. | Foto: Anouar Touir
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Fußball. Vor dem zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste bei der FIFA-Weltmeisterschaft lohnt ein Blick zurück: Das bislang einzige Duell der deutschen Nationalmannschaft mit den Ivorern endete am 18. November 2:2. Überschattet wurde die Partie damals vom Tod von Robert Enke.

Die Begegnung in Gelsenkirchen war das erste Länderspiel der DFB-Elf nach dem Suizid des Torhüters am 9. November. Ein zwei Tage später geplantes Spiel gegen Chile war abgesagt worden. Die Nationalspieler hatten zuvor an der Trauerfeier in Hannover teilgenommen und liefen gegen die Elfenbeinküste mit Trauerflor auf.

Schweigeminute und besondere Gesten

Vor 33.015 Zuschauern wurde mit einer Schweigeminute an Enke erinnert. In der Stadionzeitschrift hatte die Mannschaft einen offenen Brief veröffentlicht. Auch die Gäste setzten ein Zeichen und absolvierten ihr Aufwärmprogramm in Shirts zum Gedenken an Enke.

Sportlich trat Deutschland damals mit einigen jungen Spielern an, die später prägende Figuren werden sollten. Manuel Neuer kam nach der Pause zu seinem zweiten Länderspiel, auch Jérôme Boateng stand noch am Anfang seiner DFB-Laufbahn. Philipp Lahm führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld.

Podolski trifft doppelt, Neuer erlebt unglückliche Szene

Lukas Podolski brachte die deutsche Mannschaft per Foulelfmeter früh in Führung. Nach der Pause unterlief Neuer in seinem Heimstadion ein unglücklicher Gegentreffer, als ihn ein Rückpass von Heiko Westermann über Umwege zum 1:1 traf. Kurz vor Schluss ging die Elfenbeinküste durch Seydou Doumbia sogar in Führung.

Deutschland vermied die Niederlage aber noch in der Nachspielzeit: Podolski erzielte aus spitzem Winkel den Treffer zum 2:2-Endstand. Das Ergebnis rückte an diesem Abend allerdings in den Hintergrund. Die Partie stand vor allem im Zeichen der Trauer um Robert Enke.

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Autor:

Anouar Touir aus Ludwigshafen

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