Deutscher Fernsehpreis: Diese acht ZDF-Preise gingen nach Köln
- Olivia Jones: Der Fernsehfilm „Olivia“ über ihre Lebensgeschichte gehört zu den beim Deutschen Fernsehpreis 2026 ausgezeichneten Produktionen.
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Deutscher Fernsehpreis. Achtmal durfte das ZDF bei der Verleihung 2026 in Köln jubeln. Schon am 8. September holte Kameramann Theo Bierkens bei der „Nacht der Kreativen“ den Preis für Beste Kamera Fiktion für den historischen Zweiteiler „Sturm kommt auf“. Am Abend der eigentlichen Gala am 9. September kamen sieben weitere Auszeichnungen dazu, quer durch Fernsehfilm, Comedy, Information, Infotainment und Doku-Serie.
Ein Fernsehfilm über Olivia Jones
In der Kategorie Bester Fernsehfilm, Mehrteiler gewann „Olivia“, ein Spielfilm von Regisseur Till Endemann. Erzählt wird die Lebensgeschichte von Olivia Jones, Deutschlands bekanntester Dragqueen, und der Weg hin zum Medienstar. Der Film verbindet laut Beschreibung berührende und humorvolle Momente mit politischen Aspekten und ordnet das Ganze als Spiegel gesellschaftlicher Veränderung ein.
Chabos: Doppelt ausgezeichnet
Zweimal ging ein Preis an die ZDFneo-Comedy-Serie „Chabos“ von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch. Die Serie gewann als beste Comedy-Serie und zusätzlich den Förderpreis für das junge Ensemble. In den acht Folgen erfährt der 36-jährige Peppi, dass er nicht zum Klassentreffen eingeladen wurde. Er fährt ins Ruhrgebiet, blickt auf sein 16-jähriges Ich im Sommer 2006 zurück, und neben feuchtfröhlichen Erinnerungen tauchen auch abgründige Jugendsünden auf.
Ausgezeichnete Kamera und ein Historiendrama
„Sturm kommt auf“ erhielt den Fernsehpreis für Beste Kamera Fiktion, den Theo Bierkens bereits am 8. September entgegennahm. Regie führte Matti Geschonneck, in der Hauptrolle spielt Josef Hader. Das Historiendrama basiert auf dem Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf und thematisiert den aufkommenden Faschismus in der Provinz. Im Zentrum steht der Schuster Julius Kraus, der zwischen 1918 und 1933 immer tiefer in politische Ereignisse gerät, bis ihm eine Erbschaft aus den USA und die Offenlegung seiner jüdischen Identität zum Verhängnis werden.
Comedy, Talk und Doku: die weiteren Preisträger
In der Kategorie Beste Comedy, Late Night gewann „heute-show extra: Next Stop Köster“. Comedian Fabian Köster trifft darin Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zum Vier-Augen-Gespräch auf acht Quadratmetern, die beiden liefern sich einen Schlagabtausch zu aktuellen Themen. Als Beste Information setzte sich die Talkshow „Markus Lanz“ durch. In der Kategorie Bestes Infotainment gewann „Terra Xplore mit Dr. Leon Windscheid“, in dem der Psychologe Fragen rund um Psychologie und mentale Gesundheit aufgreift.
Mesut Özil als Doku-Serie
Den Preis als Beste Doku-Serie holte „Mesut Özil – Zu Gast bei Freunden“. Die dreiteilige „sportstudio“-Produktion rekonstruiert Aufstieg und Fall des Fußballers Mesut Özil und zeichnet die Wochen nach, die zu seinem Rücktritt aus der Fußball-Nationalmannschaft führten, sowie zu seiner Entfremdung von Deutschland. [red]
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |