Deutsche Nationalmannschaft hadert mit Auftritt im WM-Spiel
- Nach dem 1:2 gegen Ecuador übten Bundestrainer Julian Nagelsmann und mehrere Nationalspieler deutliche Selbstkritik.
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Fußball. Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador hat die deutsche Nationalmannschaft deutliche Kritik am eigenen Auftritt geäußert. Das dritte und letzte Gruppenspiel bei der FIFA-Weltmeisterschaft blieb für die Tabellenlage zwar ohne Folgen, Zufriedenheit herrschte im deutschen Lager aber nicht.
Bundestrainer Julian Nagelsmann sprach nach dem Spiel von einem guten Beginn, kritisierte aber den weiteren Verlauf. Die Mannschaft habe die Partie nicht mit der nötigen Überzeugung zu Ende gespielt und sich zwischenzeitlich zu offen präsentiert. Das 1:1 fiel nach seinen Worten in einer Umschaltsituation, in der Deutschland zu tief gestanden habe.
Nagelsmann verweist auch auf Wechsel
Nagelsmann erklärte zudem, dass in der zweiten Halbzeit viel gewechselt worden sei. Hintergrund seien müde Beine gewesen. Zugleich betonte er, dass man jedem Spieler im Kader vertraue. Bei Ecuador sei spürbar gewesen, dass es für den Gegner um sehr viel ging.
Auch Joshua Kimmich bewertete die Niederlage selbstkritisch. Deutschland sei gut ins Spiel gekommen, habe den Gegner durch zu viele Ballverluste aber stark gemacht. Für die zweite Halbzeit sprach Kimmich von einer verdienten Niederlage. Aus seiner Sicht darf die Mannschaft nicht in jedem Spiel ein oder zwei Gegentore kassieren und müsse die Zahl der Ballverluste senken.
Spieler sehen Defizite bei Intensität und Präsenz
Deniz Undav sagte, Ecuador habe den entschlosseneren Eindruck gemacht. Die deutsche Mannschaft sei nicht in ihre Abläufe gekommen und habe sich gegen die vielen Balleroberungen des Gegners zu wenig gewehrt.
Jamal Musiala sah Vorteile bei Ecuador vor allem in Hunger, Intensität und Aggressivität. Daraus müsse die Mannschaft nun Lehren für die anstehende wichtige Turnierphase ziehen. Den Platz wollte Musiala dabei nicht als Ausrede gelten lassen.
Autor:Anouar Touir aus Ludwigshafen |