Comeback des SC Freiburg: Scherhant glänzt in Frankfurt
- Jubeln gemeinsam über einen starken Saisonstart: die Spieler des SC Freiburg
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Frankfurt. Für Fans des SC Freiburg bleibt nach dem 2:2 in Frankfurt vor allem diese Erkenntnis: Die Breisgauer gehen ungeschlagen in die Länderspielpause, verpassen aber erneut die Verteidigung der Tabellenführung.
Der Sport-Club lag gegen Eintracht Frankfurt zweimal zurück und kam zweimal zurück. Beim schnellen Wiedersehen mit dem an die Eintracht verliehenen Torhüter Noah Atubolu zeigte die Mannschaft von Trainer Julian Schuster damit vor allem Moral. Im Mittelpunkt stand Derry Scherhant, der nach seiner erstmaligen Nominierung durch Bundestrainer Jürgen Klopp von einem „neuen Selbstverständnis“ beim SC sprach.
Neben Scherhant gehören auch Philipp Treu, Max Rosenfelder und Yannik Engelhardt erstmals zum Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Scherhant stößt anders als seine Freiburger Teamkollegen erst zum zweiten Teil des XXL-Kaders für die Nations League dazu. Klopps Anruf habe ihm „irgendwie einen Push gegeben“, sagte der Offensivspieler.
Scherhant trifft und bereitet vor
Der 23-Jährige erzielte in der 34. Minute das 1:1 und bereitete nach der Pause den Ausgleich zum 2:2 vor. Mit einem gefährlichen Freistoß hätte er sogar zum Matchwinner werden können, der Ball landete aber am Pfosten.
Nach dem Abpfiff sprach Scherhant von „gemischten Gefühlen“. Mit Blick auf die Tabelle könne sich Freiburg nicht beschweren. Direkt nach dem Spiel tue das verpasste dritte Tor aber weh, machte er deutlich.
Tabellenführung wieder nicht verteidigt
Zum vierten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte gingen die Freiburger als Tabellenführer in einen Spieltag. Nie gelang es ihnen, die Spitzenposition zu verteidigen. Auch diesmal reichte es nicht.
Trainer Schuster hob dennoch die Reaktion seiner Mannschaft auf die Rückschläge hervor. Das Ergebnis spiegele wider, „wo wir momentan eben auch stehen“. Die Comeback-Qualitäten seien ein Zeichen für Ehrgeiz und Hunger im Team.
Defensive lässt zu einfache Treffer zu
Beim 0:1 durch Younes Ebnoutalib fehlte in der 10. Minute die Zuordnung. Beim 1:2 durch Jonathan Burkardt in der 36. Minute reagierte Freiburg im Strafraum nicht schnell genug. „Darüber müssen wir sprechen, das war ein bisschen zu billig“, sagte Engelhardt.
Der Mittelfeldspieler hatte in der 73. Minute selbst eine große Chance auf das 3:2. Am Ende wertete er den Auftritt dennoch als „kein schlechtes Auswärtsspiel“.
Die bisherige Saisonbilanz bleibt deutlich positiv. Freiburg gewann 4:1 gegen Werder Bremen, 5:0 gegen Borussia Mönchengladbach, 1:0 beim SC Paderborn und holte nun einen Punkt in Frankfurt. Auch im DFB-Pokal und in der Qualifikation für die Conference League blieb der SC ohne größere Probleme.
Scherhant warnte trotzdem vor zu viel Euphorie. „Es ist immer noch nicht so viel passiert in dieser Saison“, sagte er. Sein Motto bleibt: „Ruhig bleiben und weiterarbeiten.“ [dpa/red]
Autor:Fußball im Südwesten: Vereinsnachrichten & Ergebnisse aus Kaiserslautern |