Bastian Schweinsteiger: Sein Kommentar über „afrikanischen Fußball“ sorgt für Kritik
- Fußball, Männer, WM 2026, Deutschland - Elfenbeinküste, Vorrunde, Gruppe E, Spieltag 2, Toronto-Stadion, Trainer Emerse Faé (Elfenbeinküste) gestikuliert.
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Bastian Schweinsteiger. Scharfe Worte nach einer TV-Analyse: Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, hat den früheren deutschen Nationalspieler wegen dessen Aussagen über afrikanischen Fußball deutlich kritisiert. Nach dem Einzug seines Teams in die K.-O.-Runde erklärte Faé, die Kommentare könnten als rassistisch verstanden werden.
«Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen. Als ich seinen Kommentar gehört habe, war ich enttäuscht. Ich habe keine andere Möglichkeit, als das zu akzeptieren», sagte der Coach. Er könne nicht ändern, was Schweinsteiger oder andere Menschen über sein Team sagen.
Kommentar über „afrikanischen Fußball“ sorgt für Kritik
Wenige Tage zuvor hatte Schweinsteiger als ARD-Experte den Stil der Elfenbeinküste analysiert. In einem viel diskutierten TV-Ausschnitt beschrieb er das Spiel des deutschen Gruppengegners als «bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist. Wir müssen uns einstellen, dass es unberechenbar wird manchmal.»
Die Aussagen lösten Kritik aus. Beobachter warfen dem Weltmeister von vierzehn vor, damit alte rassistische Stereotype über afrikanische Mannschaften zu bedienen.
Faé widerspricht deutlich
Faé machte klar, dass er diese Einschätzung nicht teilt. «Ich stimme ihm nicht zu. Alles, was ich tun kann, ist zu zeigen, dass wir nicht nur physisch spielen, sondern auch taktisch und technisch», sagte der zweiundvierzigjährige Trainer.
Der Streit trifft ihn auch persönlich. Faé berichtete, dass er früher ein großer Bewunderer Schweinsteigers gewesen sei. Freunde hätten ihn wegen seiner Begeisterung für den deutschen Star sogar „Bastian“ genannt.
Auch Jürgen Klopp äußerte sich am Mittwoch am Rande eines Medientermins in New York zu der Debatte. In einem Video der Deutschen Welle sprach der frühere Trainer des FC Liverpool und von Borussia Dortmund von einem ernsten Thema. «Und ich weiß nicht einmal, was man Angemessenes sagen sollte. Für afrikanische Menschen ist es eine Sache, für andere Menschen ist es eine andere», sagte Klopp.
Die Diskussion über Sprache und Stereotype im Fußball dürfte damit rund um die WM weitergehen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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