Auslagerung in Stuttgart: Leichtathletik fehlt bei Finals 2027

Der Dreisprung war Teil der Finals, wurde aber in Bochum ausgetragen. | Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Der Dreisprung war Teil der Finals, wurde aber in Bochum ausgetragen.
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Stuttgart. Für Sportfans im Südwesten bedeutet das auch bei den Finals im kommenden Jahr kürzere Wege nicht in allen Disziplinen: Die Leichtathletik wird bei der Multisport-Veranstaltung in Stuttgart erneut nicht komplett vor Ort stattfinden.

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky sagte, die Leichtathletik werde bei den Finals 2027 in Stuttgart „leider ausgelagert“. Der Grund ist nach seinen Angaben ein fehlendes Stadion mit Laufbahn in passender Größe. In einer idealen Welt wären alle Wettbewerbe an einem Ort. Das lasse sich aber nicht immer umsetzen.

Für Stuttgart ist das keine Ausnahme. Schon bei den gerade beendeten Finals in Hannover war die Leichtathletik ein Sonderfall. Nur der Stabhochsprung wurde in Hannover ausgetragen. Die übrigen Disziplinen fanden in Bochum statt.

Leichtathletik bleibt wichtig für TV und Publikum

Balkausky betonte die Bedeutung der Sportart für die Finals. „Leichtathletik ist die größte Sommersportart“, sagte er. Am Sonntag verfolgten nach ARD-Angaben mehr als zwei Millionen Menschen im Ersten die Übertragungen aus Bochum. Auch deshalb wollen ARD und ZDF die Leichtathletik weiter im Finals-Programm halten.

Olympia-Zweite Kristin Pudenz sagte bei den deutschen Meisterschaften in Bochum, sie fände es schöner, wenn die Leichtathletik Teil des Gesamtformats wäre. Zehnkämpfer Amadeus Gräber berichtete, in Hannover sei die Stimmung durch die direkte Einbindung in die Finals besonders spürbar gewesen.

Eine Disziplin könnte wieder ausgelagert werden

Finals-Geschäftsführer Hagen Boßdorf kündigte an, dass erneut eine Leichtathletik-Disziplin ausgegliedert werden soll. Als Möglichkeit nannte er das Kugelstoßen. Das könnte auch regionale Gründe haben, unter anderem wegen der für Mannheim startenden Olympiasiegerin Yemisi Mabry, geborene Ogunleye, sowie Paralympics-Sieger Niko Kappel.

Ein Stadion für diese Wettbewerbe wird noch gesucht. Nach Angaben von Boßdorf war zunächst Ulm im Blick. Dort werde das Stadion aber nicht rechtzeitig fertig. Damit bleiben als Optionen unter anderem Bochum, Dresden oder Braunschweig. Die Entscheidung trifft der Deutsche Leichtathletik-Verband. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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