4:1‑Sieg für Eichner: KSC dreht Spiel gegen Bielefeld
- Jubel mit dem Coach: Nach dem Tor zum 3:1 fielen Wanitzek (Mitte) und Schleusener (r) dem Trainer Eichner (l) in die Arme.
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Karlsruhe. Der Karlsruher SC hat im ersten Spiel nach der angekündigten Trennung von Trainer Christian Eichner ein deutliches Zeichen gesetzt. Beim 4:1 gegen Arminia Bielefeld zeigte die Mannschaft nach der Pause eine starke Reaktion und bescherte ihrem Coach einen emotionalen Sieg.
Kapitän Marvin Wanitzek machte nach dem Spiel deutlich, welche Bedeutung die Partie hatte. „Wir sind es ihm schuldig, ihm in den letzten Wochen den bestmöglichen Abschied zu bereiten.“ Der Trainer muss den Zweitligisten nach dieser Saison verlassen.
Am Mittwoch, 8. April, hatte der Verein überraschend bekannt gegeben, dass Eichner den Club trotz eines Vertrags bis 2027 im Sommer verlassen muss. Sport Geschäftsführer Mario Eggimann begründete den Schritt mit dem Wunsch nach „neuen Impulsen“.
Mannschaft reagiert nach schwieriger Woche
Für die Spieler kam die Entscheidung offenbar unerwartet. „Ich glaube, es kam für alle sehr überraschend“, sagte Marcel Rapp nach dem Spiel am Freitag, 10. April. Die Tage zuvor seien „keine einfache Woche“ gewesen. Dennoch habe das Team die Partie unbedingt für den Trainer gewinnen wollen.
Auf dem Platz zeigte sich diese Motivation vor allem in der zweiten Halbzeit. Nach einem frühen Rückstand in der 11. Minute drehte der KSC die Begegnung.
Die Tore erzielten
- Louey Ben Farhat in der 18. Minute
- Christoph Kobald in der 62. Minute
- Marvin Wanitzek in der 77. Minute
- Shio Fukuda in der 89. Minute
Rapp betonte zudem die enge Verbindung zwischen Mannschaft und Trainer. Eichner habe in Karlsruhe „unfassbar gute Arbeit“ geleistet. Der Coach steht seit Februar 2020 an der Seitenlinie und ist eng mit dem Verein verbunden.
Offene Zukunft bei Kapitän Wanitzek
Sportlich steht der KSC mit 40 Punkten im gesicherten Mittelfeld der 2. Bundesliga. Die letzten fünf Saisonwochen werden damit auch zu einer Abschiedstour für Eichner, während der Verein parallel einen Nachfolger sucht. Unklar bleibt die Zukunft von Kapitän Wanitzek. Der Mittelfeldspieler vermied nach dem Sieg ein klares Bekenntnis über die Saison hinaus. Die Sorgen vieler Fans könne er verstehen. Nach einem turbulenten Jahr wolle er die Situation erst nach dem letzten Spiel in Ruhe bewerten.
Wanitzek hatte seinen Vertrag beim KSC erst im Mai verlängert und in der Vergangenheit mehrere Angebote anderer Clubs ausgeschlagen. Der Austausch mit Sport Geschäftsführer Eggimann läuft weiter. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |