3. Liga: Was aus den bisherigen Meistern geworden ist
- Der DFB blickt auf die Geschichte der Meister der 3. Liga zurück. Aus Sicht des Südwestens stehen dabei unter anderem der Karlsruher SC und der SV Sandhausen im Fokus.
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Sport. Der Deutsche Fußball-Bund blickt auf die Entwicklung der bisherigen Meister der 3. Liga. Anlass ist der Titelgewinn des VfL Osnabrück in der Saison 2025/2026. Mit dem dritten Meistertitel ist Osnabrück laut DFB nun alleiniger Rekordmeister der Spielklasse.
Der Rückblick zeigt sehr unterschiedliche Wege nach dem Erfolg. Einige frühere Titelträger schafften den Sprung bis in die Bundesliga, andere pendelten zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga. Mehrere ehemalige Meister spielen inzwischen sogar viertklassig.
Karlsruher SC und Sandhausen mit unterschiedlicher Entwicklung
Für Leser im Südwesten ist vor allem der Blick auf den Karlsruher SC und den SV Sandhausen interessant. Der KSC konnte sich nach der Meisterschaft 2012/2013 zunächst vier Jahre in der 2. Bundesliga halten. Nach einem weiteren Gastspiel in der 3. Liga in den Spielzeiten 2017/2018 und 2018/2019 ist der Klub laut DFB inzwischen wieder fest in der 2. Bundesliga etabliert.
Der SV Sandhausen, Meister der Saison 2011/2012, war sogar elf Jahre in der zweithöchsten Spielklasse vertreten. Nach dem Abstieg 2022/2023 startet der Verein laut DFB seit der Saison 2025/2026 in der Regionalliga Südwest.
MSV Duisburg als Sonderfall unter den Ex-Meistern
Besonders auffällig ist laut DFB die aktuelle Rolle des MSV Duisburg. Der Klub war zwischenzeitlich bis in die Regionalliga West abgerutscht, geht aber in der Saison 2026/2027 als einziger ehemaliger Meister der 3. Liga wieder in dieser Spielklasse an den Start.
Neben Sandhausen zählt auch der SSV Ulm 1846 Fußball inzwischen zu den früheren Titelträgern, die viertklassig spielen. Ulm war nach der Zweitligasaison 2024/2025 direkt in die Regionalliga Südwest zurückgekehrt. Hinzu kommt mit dem FC Bayern München II ein weiterer früherer Meister, der seit dem Abstieg 2020/2021 in der Regionalliga Bayern vertreten ist.
Erfolgreiche Beispiele aus dem Meisterfeld
Zu den erfolgreichsten Entwicklungen gehört der Weg des 1. FC Union Berlin. Nach der Meisterschaft in der Gründungssaison 2008/2009 spielte der Verein zunächst zehn Jahre in Folge in der 2. Bundesliga und ist seit 2019/2020 ununterbrochen in der Bundesliga vertreten.
Auch Eintracht Braunschweig, Arminia Bielefeld und der 1. FC Heidenheim schafften es nach einem Titelgewinn in der 3. Liga zeitweise bis in die höchste deutsche Spielklasse. Heidenheim ist nach DFB-Angaben seit dem Titel 2013/2014 ohne zwischenzeitliche Rückkehr in die 3. Liga geblieben und startet in der nun anstehenden Spielzeit wieder in der 2. Bundesliga.
Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg konnten sich nach ihren Meisterschaften jeweils über längere Phasen in der 2. Bundesliga halten. Beim VfL Osnabrück verliefen die Jahre nach den bisherigen Titelgewinnen dagegen wechselhaft, mit mehreren Auf- und Abstiegen.
Der DFB-Rückblick macht damit deutlich: Eine Meisterschaft in der 3. Liga ist für viele Vereine ein Sprungbrett, garantiert aber keinen dauerhaften Aufschwung.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |