WM-Betrug erkennen: 7 Regeln für sicheres Surfen bei der Fußball‑WM

Vorfreude auf die WM, aber bitte ohne Klick-Falle: Wer die Betrugsmaschen kennt, schützt sich vor typischer WM-Abzocke. (zu dpa: «Fußball-WM ist Cybercrime-Time: 7 Tipps zu Ihrem Schutz») | Foto: dpa
  • Vorfreude auf die WM, aber bitte ohne Klick-Falle: Wer die Betrugsmaschen kennt, schützt sich vor typischer WM-Abzocke. (zu dpa: «Fußball-WM ist Cybercrime-Time: 7 Tipps zu Ihrem Schutz»)
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WM-Betrug erkennen. Rund um große Sportereignisse steigt die Zahl betrügerischer Onlineangebote deutlich. Auch zur Fußball‑Weltmeisterschaft nutzen Cyberkriminelle die hohe Aufmerksamkeit, um an Daten oder Geld zu kommen. Ermittler des Landeskriminalamts Hannover nennen typische Maschen und erklären, worauf im Alltag besonders zu achten ist.

Viele Angriffe funktionieren nach einfachen Mustern. E‑Mails mit angeblichen Gewinnspielen, günstige Fanartikel in unbekannten Shops oder manipulierte Streamingseiten sollen Nutzer zu schnellen Klicks verleiten. Wer die häufigsten Methoden kennt, kann das Risiko deutlich verringern.

Viele Betrugsversuche nutzen die WM-Begeisterung aus

Nach Einschätzung der Ermittler tauchen besonders häufig Nachrichten, Apps oder Webseiten mit Bezug zur Weltmeisterschaft auf. Dahinter können Datendiebstahl, Schadsoftware oder gefälschte Onlineshops stecken. Typische Warnzeichen lassen sich im Alltag relativ leicht erkennen.

  • WM-Spam konsequent löschen: Massennachrichten mit angeblichen Aktionen, Fanartikeln oder Gewinnspielen enthalten oft Links zu manipulierten Seiten. Solche Nachrichten sollten kritisch gelesen und im Zweifel gelöscht werden.
  • Gewinnspiele genau prüfen: Betrüger nutzen häufig Logos bekannter Unternehmen, ohne dass diese beteiligt sind. Ein kurzer Blick auf die offizielle Webseite oder verifizierte Social‑Media‑Kanäle zeigt meist, ob ein Gewinnspiel tatsächlich existiert.
  • Fakeshops erkennen: Besonders gefragt sind während der WM etwa Trikots, Beamer oder große Fernseher. Extrem niedrige Preise können ein Hinweis auf betrügerische Shops sein. Verbraucherzentralen bieten mit dem sogenannten Fakeshop‑Finder eine erste Einschätzung unbekannter Angebote.
  • Downloads kritisch prüfen: Schadsoftware kann sich in Anhängen, Downloads oder angeblichen WM‑Tools verbergen. Dazu zählen etwa vermeintliche Spielpläne oder Tippspiel‑Programme aus unbekannten Quellen.
  • Illegale Streams meiden: Inoffizielle Streamingseiten bergen neben rechtlichen Risiken auch technische Gefahren. Beim Aufruf können Schadprogramme installiert oder gefälschte Abspielprogramme angeboten werden.
  • Apps nur aus offiziellen Stores laden: Neue Anwendungen rund um Spielpläne oder Live‑Ergebnisse erscheinen häufig kurz vor Turnieren. Seriöse Apps stammen in der Regel aus offiziellen App‑Stores und haben nachvollziehbare Bewertungen.
  • Log-in-Aufforderungen prüfen: E‑Mails mit angeblichen Sicherheitsmeldungen oder Kontoabfragen können zu gefälschten Loginseiten führen. Stimmen Webadresse oder Darstellung nicht genau mit der echten Seite überein, kann Phishing dahinterstecken.

Nach einem Betrug schnell reagieren

Falls Zugangsdaten bereits auf einer falschen Seite eingegeben wurden, empfiehlt sich ein schneller Passwortwechsel im echten Kundenbereich des jeweiligen Dienstes. Zusätzlich kann der offizielle Kundensupport informiert werden.

Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, kann Anzeige bei einer örtlichen Polizeidienststelle erstatten oder das Online‑Wache‑Portal der Bundesländer nutzen. Aufmerksamkeit bei Nachrichten, Downloads und Onlinekäufen bleibt während großer Sportereignisse der wirksamste Schutz. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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