Wetterbilanz in Baden-Württemberg: Juli war extrem sonnig
- Am Bodensee wird die Trockenheit deutlich sichtbar. (Archivbild)
- Foto: Felix Kästle/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Baden-Württemberg. Für viele Menschen im Südwesten brachte der Juli viel Sonne, ungewöhnlich wenig Regen und nur vergleichsweise mäßige Wärmebelastung in den Nächten. Nach vorläufigen Zahlen des Deutschen Wetterdienstes zeigte sich der Sommermonat im Land außergewöhnlich sonnig, warm und trocken.
Außergewöhnlich sonnig und deutlich zu trocken
Mit rund 327 Sonnenstunden lag der Juli in Baden-Württemberg fast 100 Stunden über dem vieljährigen Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990 mit 229 Stunden. Die Durchschnittstemperatur erreichte 21,4 Grad statt üblicher 17,1 Grad. Laut Deutschem Wetterdienst war seit Beginn der Messungen nur der Juli 2006 noch sonniger und wärmer.
Beim Niederschlag fiel die Bilanz klar aus: Im Land kamen im Schnitt nur rund 34 Liter pro Quadratmeter zusammen. Der Vergleichswert liegt bei 91 Litern. Besonders trocken blieb es nach Angaben der Fachleute in Teilen der Hohenloher Ebene. Dort fielen stellenweise weniger als 10 Liter pro Quadratmeter.
Auch kräftige Gewitter im Südwesten
Trotz der insgesamt trockenen Lage gab es auch das andere Extrem. Bei einem unwetterartigen Gewitter am 15. Juli wurde an einer Messstation in Blumberg im Schwarzwald-Baar-Kreis mit 81 Litern pro Quadratmeter die bundesweit höchste Niederschlagssumme an einem Tag gemessen.
Nächte dämpften die Wärmebelastung
Deutschlandweit stellte der Deutsche Wetterdienst ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle bei Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer fest. Im Südwesten war es zwar besonders warm. Weil die Temperaturen nachts aber häufig auf unter 20 Grad sanken, blieb die Wärmebelastung über weite Strecken begrenzt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |