Wer mit der Bahn fährt, soll künftig viel schneller Bescheid wissen - dank KI

Neue Infomonitore und schnellere Echtzeitdaten sollen Bahnreisende künftig besser über Gleiswechsel, Verspätungen und Zugausfälle informieren. Die Deutsche Bahn investiert dafür zusätzlich 50 Millionen Euro in digitale Kundenkommunikation. | Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
  • Neue Infomonitore und schnellere Echtzeitdaten sollen Bahnreisende künftig besser über Gleiswechsel, Verspätungen und Zugausfälle informieren. Die Deutsche Bahn investiert dafür zusätzlich 50 Millionen Euro in digitale Kundenkommunikation.
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Deutscher Bahn. Bahnreisende sollen bei Verspätungen, Gleiswechseln und Zugausfällen künftig schneller informiert werden. Die Deutsche Bahn investiert dafür bis Ende 2027 zusätzlich rund 50 Millionen Euro in neue Technik, digitale Fahrgastinformationen und Künstliche Intelligenz.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, gehört das Sofortprogramm „Bessere Kundenkommunikation“ zur gemeinsamen „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“ von Bund und Bahn. Vorgestellt wurden die Maßnahmen am Dienstag, 8. Juli, von DB-Vorständin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

KI soll Reiseinformationen schneller liefern

Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von KI. Die virtuelle Assistenz „Kiana“ soll Reisenden individuelle Informationen zur eigenen Verbindung liefern. Die Anwendung ist rund um die Uhr verfügbar und unterstützt mehr als 100 Sprachen. Bis Ende des Jahres soll „Kiana“ auf bahn.de und im DB Navigator für alle freigeschaltet werden.

Außerdem modernisiert die Bahn ihre Leitstellen und Informationssysteme. Störungsmeldungen sollen dadurch schneller verarbeitet und direkt an Apps, Anzeigen und weitere Kanäle weitergegeben werden.

Gleiswechsel künftig fast ohne Verzögerung

Besonders bei kurzfristigen Änderungen will die Bahn deutlich schneller werden.

  • Gleiswechsel sollen im DB Navigator künftig schon nach etwa zwei Sekunden erscheinen
  • Bisher dauerte die Anzeige laut Bahn oft rund 60 Sekunden
  • Push-Mitteilungen in der App sollen noch im Laufe des Jahres direkt versendet werden

Neue App und moderne Monitore an Bahnhöfen

Ab Dezember 2026 plant die Bahn außerdem eine neue Plattform unter dem Namen „DB Info“. Die anbieterneutrale Website und App sollen Echtzeitinformationen entlang der gesamten Reisekette bündeln.

Zusätzlich will die Bahn bundesweit rund 7.000 neue Anzeigemonitore an kleinen und großen Bahnhöfen installieren. Die neuen Displays sollen besser lesbar sein und mehr Informationen anzeigen.

  • An großen Bahnhöfen werden zusätzlich Wagenreihung, Klasse und Servicebereiche angezeigt
  • Kleinere Stationen erhalten moderne Anzeigen mit Vorlesefunktion und Bauinformationen

Zentrale Datenplattform für bessere Abstimmung

Künftig soll die zentrale Plattform für Reisendeninformationen bei DB InfraGO gebündelt werden. Ziel ist eine einheitliche Information über verschiedene Bahnunternehmen hinweg.

Das Programm ist eines von drei Sofortprogrammen von Bund und Bahn. Weitere Maßnahmen betreffen laut DB mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sowie zusätzlichen Komfort im Fernverkehr.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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