Weniger Pollen in der Wohnung: Diese Regeln fürs Lüften helfen

Gezielt lüften: Ohne Lüftungsanlage empfiehlt sich kurzes Stoßlüften morgens oder abends, wenn die Pollenbelastung geringer ist. (zu dpa: ««Hatschi!» - Was gegen Pollen in der Wohnung hilft») | Foto: dpa
  • Gezielt lüften: Ohne Lüftungsanlage empfiehlt sich kurzes Stoßlüften morgens oder abends, wenn die Pollenbelastung geringer ist. (zu dpa: ««Hatschi!» - Was gegen Pollen in der Wohnung hilft»)
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Pollen in der Wohnung reduzieren. Wenn draußen die Pollen fliegen, suchen viele Allergiker Schutz in der Wohnung. Doch auch dort gelangen Blütenpollen über Fenster, Kleidung oder Haare in die Räume. Mit der richtigen Lüftung und ein paar Alltagsgewohnheiten lässt sich die Belastung spürbar verringern.

Lüftungsanlagen können helfen, weil sie verbrauchte Luft nach draußen transportieren und gefilterte Frischluft in die Wohnung holen. Entscheidend ist jedoch der eingesetzte Filter. Darauf weist die Initiative Wärme+ in einem Blogbeitrag hin.

Feinfilter halten auch kleine Pollenreste zurück

Viele Geräte sind serienmäßig nur mit einem Grobfilter ausgestattet. Dieser hält zwar einen Teil der Pollen zurück. Für Menschen mit starker Allergie reicht das oft nicht aus. Kleinere Pollenbruchstücke werden erst durch feinere Filter abgefangen.

Beim Kauf oder bei einer bestehenden Anlage kann deshalb die Filterleistung entscheidend sein. Teilweise lassen sich Systeme auch nachträglich mit feineren Filtern ausstatten.

Wichtig bleibt außerdem der regelmäßige Wechsel. Wie häufig das nötig ist, hängt von Nutzung und Umgebung ab. Als grobe Orientierung gilt laut Initiative Wärme+: ein- bis zweimal pro Jahr. Moderne Geräte zeigen den Filterstatus oft über Display oder App an und erinnern rechtzeitig an den Austausch.

Stoßlüften bringt weniger Pollen in den Raum

Ohne Lüftungsanlage empfiehlt der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) kurzes Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster. Dabei gelangt deutlich weniger Pollen in die Räume.

Als günstige Zeiten gelten laut DAAB:

  • morgens zwischen 6 Uhr und 9 Uhr
  • abends nach 21 Uhr

Zu diesen Zeiten ist die Pollenkonzentration draußen meist geringer. Besonders im Schlafzimmer kann zusätzlich ein spezielles Pollenschutzgitter vor dem Fenster die Belastung reduzieren.

Pollen gelangen jedoch nicht nur über die Luft in Innenräume. Sie haften auch an Kleidung und Haaren. Nach Aufenthalten im Freien kann es daher sinnvoll sein, Kleidung zu wechseln und nicht im Schlafzimmer abzulegen. Schon ein kurzer Waschgang entfernt Pollen zuverlässig. Auch frisch gewaschene Haare vor dem Schlafengehen verringern die Menge an Pollen im Bett. Wer draußen eine Kopfbedeckung trägt, hält einen Teil der Pollen zusätzlich von den Haaren fern. Insgesamt entscheidet meist die Kombination mehrerer kleiner Maßnahmen darüber, wie pollenarm Innenräume während der Saison bleiben. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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