Warum der manuelle Öl-Check im Auto weiter sinnvoll ist

Manuelle Kontrolle bleibt wichtig: Auch bei modernen Autos mit elektronischer Anzeige empfiehlt sich der traditionelle Check mit dem Ölmessstab. (zu dpa: «Warum der manuelle Öl-Check im Auto wichtig bleibt») | Foto: dpa
  • Manuelle Kontrolle bleibt wichtig: Auch bei modernen Autos mit elektronischer Anzeige empfiehlt sich der traditionelle Check mit dem Ölmessstab. (zu dpa: «Warum der manuelle Öl-Check im Auto wichtig bleibt»)
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Ölstand im Auto prüfen. Der manuelle Blick auf den Ölmessstab hilft Autofahrern dabei, Motorprobleme früh zu erkennen und unnötigen Verschleiß zu vermeiden. Auch wenn moderne Fahrzeuge den Ölstand elektronisch anzeigen, bleibt die klassische Kontrolle eine einfache Möglichkeit, den Zustand des Motors besser einzuordnen.

Moderne Systeme arbeiten laut Auto Club Europa in der Regel zuverlässig. Einige Anzeigen zeigen den Ölstand jedoch nur grob an oder warnen erst dann, wenn bereits zu wenig Öl vorhanden ist. Ein zu hoher Ölstand wird nicht von allen Fahrzeugen gemeldet. Dieser kann nicht nur durch falsches Nachfüllen entstehen, sondern auch durch eine sogenannte «Ölverdünnung – wenn Kraftstoff ins Öl gelangt».

Was der Messstab zusätzlich verrät

Beim manuellen Check lassen sich neben dem Füllstand weitere Auffälligkeiten erkennen. Riecht das Öl nach Kraftstoff, kann das auf eine Ölverdünnung hindeuten. Weiße Schlieren am Messstab oder sehr dunkles, pechschwarzes Öl können laut ACE ein Hinweis darauf sein, dass «etwas nicht stimmt oder dringend ein Service fällig ist».

Wird frisches Motoröl bereits kurz nach dem Wechsel tiefschwarz, deuten Verbrennungsrückstände im Öl auf erhöhten Verschleiß hin. Bei einzelnen Motoren kann das konstruktionsbedingt vorkommen. Eine fachliche Einordnung gilt dennoch als sinnvoll.

Wie oft eine Kontrolle sinnvoll erscheint

Eine feste Vorgabe gibt es laut ACE nicht. Als Faustregel nennt der Club eine Kontrolle etwa bei jedem dritten Tankstopp. So bleibt der Ölstand im Blick, ohne dass dafür zusätzlicher Aufwand entsteht.

So gelingt die Messung möglichst genau

Die Betriebsanleitung gibt vor, ob der Motor warm oder kalt sein sollte. Grundsätzlich wird der Ölstand bei betriebswarmem Motor gemessen, nachdem dieser fünf bis zehn Minuten ausgeschaltet war. In dieser Zeit läuft das Öl zurück in die Ölwanne.

Das Fahrzeug sollte auf einer ebenen Fläche stehen. Der Messvorgang erfolgt in mehreren Schritten:

  • Ölmessstab herausziehen.
  • Mit einem Tuch abwischen.
  • Vollständig wieder einstecken.
  • Erneut herausziehen und den Stand ablesen.

Der optimale Bereich liegt meist zwischen den Markierungen «Min» und «Max».

Kühlmittel nicht vergessen

Auch der Stand des Kühlmittels sollte gelegentlich überprüft werden. Bei Fahrzeugen mit transparentem Ausgleichsbehälter ist das selbst bei warmem Motor möglich, solange nichts geöffnet werden muss. Der Füllstand sollte zwischen «Min» und «Max» liegen.

Fehlt etwas Flüssigkeit, kann zunächst Wasser ergänzt werden. Muss häufiger oder in größerer Menge nachgefüllt werden, rät der ACE zu einer Kontrolle in der Werkstatt. Dort lässt sich prüfen, ob der Kühlmittelanteil noch stimmt und ob ein technischer Defekt vorliegt.

Vorsicht bei heißem Motor

Der Kühlmittelbehälter sollte nur geöffnet werden, wenn die Temperatur unter 90 Grad Celsius liegt. Der Deckel wird langsam und mit einem Tuch geöffnet, um Verbrühungen zu vermeiden. Bei kaltem Motor sollte nur bis zur Minimal-Markierung aufgefüllt werden, da sich das Wasser bei Erwärmung ausdehnt.

Ein geringer Ölverbrauch von bis zu 0,5 Liter auf 1.000 Kilometer gilt je nach Motor laut ACE noch als unkritisch. Kühlmittel sollte dagegen nahezu im System bleiben. Wer regelmäßig Öl oder Kühlwasser nachfüllen muss, sollte mögliche Ursachen zeitnah prüfen lassen, da auch größere Schäden dahinterstecken können. dpa

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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