Warnstreik an Unikliniken im Südwesten: Operationen fallen aus, Patienten müssen warten

An den Unikliniken im Land wird in den nächsten Tagen gestreikt. (Archivbild) | Foto: Stefan Puchner/dpa
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Stuttgart. Patientinnen und Patienten an den Unikliniken in Freiburg, Heidelberg, Ulm und Tübingen müssen sich ab Montag, 6. Juli, auf längere Wartezeiten und Einschränkungen einstellen: An den vier Häusern hat ein mehrtägiger Warnstreik begonnen.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligen sich rund 1.800 Beschäftigte an dem Ausstand. Zahlreiche OP-Säle bleiben geschlossen. Die Versorgung in Notfällen sei durch Notdienstvereinbarungen gesichert.

Streikdauer unterscheidet sich je nach Klinik

In Freiburg und Ulm sollen die Kliniken bis Mittwoch, 8. Juli, komplett bestreikt werden. In Heidelberg und Tübingen wird am Montag, 6. Juli, und Dienstag, 7. Juli, vollständig gestreikt. Am Mittwoch, 8. Juli, sind dort nur teilweise Arbeitsniederlegungen geplant.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem Verzögerungen bei planbaren Behandlungen und Operationen. Akute und medizinisch notwendige Versorgung soll den Angaben zufolge weiter möglich bleiben.

Darum wird an den Unikliniken gestreikt

Hintergrund ist der Tarifstreit für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken im Südwesten. Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 8. Juli, angesetzt.

Verdi kritisiert, die Arbeitgeber wollten Reallohnverluste über fast drei Jahre festschreiben. Außerdem gehe es um eine mögliche 45-Stunden-Woche, die Kopplung einer Jahressonderzahlung an Krankentage und um schlechteren Schutz bei drohendem Personalabbau.

Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr bekommen. Für Auszubildende verlangt Verdi zudem einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde eine Einmalzahlung von 400 Euro und eine Gehaltssteigerung von 4,75 Prozent in drei Schritten angeboten. Sie verweisen auf die schwierige Finanzlage der Kliniken und auf erwartete Folgen der Gesundheitsreform des Bundes. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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