Voting zum Jugendwort in Berlin: Das bedeuten die Top 10

Alles süper, oder was? | Foto: Marcus Brandt/dpa
  • Alles süper, oder was?
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Berlin. Wer bei aktuellen Jugendbegriffen mitreden will, kann seit Dienstag, 28. Juli, über das „Jugendwort des Jahres“ abstimmen und die zehn Finalisten besser einordnen. Der Langenscheidt-Verlag hat die Top 10 für die Wahl veröffentlicht. Bis Mittwoch, 20. August, läuft das Online-Voting. Danach folgt eine Abstimmung über die drei Bestplatzierten. Der Sieger soll am Freitag, 10. Oktober, bekanntgegeben werden.

Diese Begriffe stehen zur Wahl

Unter den Finalisten sind bekannte und neue Ausdrücke aus Social Media, Gaming und Alltag. Einige Begriffe sind eher klassische Anreden. Andere beschreiben Reaktionen, Lob oder Internetphänomene.

  • „67“ wird als eine Art Insider verwendet und passt nach Angaben des Verlags in viele Situationen. Eine eindeutige Bedeutung gibt es nicht.
  • „Crashout“ beschreibt das völlige Ausrasten oder einen sehr emotionalen Kontrollverlust.
  • „Digga“ bleibt ein Klassiker und steht je nach Kontext für Bruder, Kumpel oder eine lockere Anrede.
  • „Du bist gut genug“ stammt aus einem viralen Song und wird in sozialen Netzwerken oft abgewandelt und parodiert.
  • „Gute Käse“ ist ein Ausdruck für starke Zustimmung oder etwas, das besonders gut ankommt.
  • „Macker“ erlebt ein Revival und kann Freund, Crush oder Kumpel meinen.
  • „Peak“ steht für den Höhepunkt oder das Beste vom Besten.
  • „Ragebait“ meint Inhalte, die in sozialen Medien gezielt Wut auslösen sollen, um Reichweite zu erzeugen.
  • „Schere“ bedeutet sinngemäß „mein Fehler“ und kommt aus der Gaming-Szene.
  • „Süper“ stammt aus dem Türkischen und bedeutet „super“.

Was für Erwachsene dabei hilfreich ist

Die Auswahl zeigt, wie stark TikTok, Musik, Memes und Gaming die aktuelle Jugendsprache prägen. Für Eltern und andere Erwachsene kann die Liste helfen, Begriffe aus dem Alltag junger Menschen besser zu verstehen und in sozialen Medien schneller einzuordnen.

Nicht in der Endrunde: „Mehrzweckeier“

Ein häufig eingereichter Begriff fehlt in der Endabstimmung. „Mehrzweckeier“ war laut Verlag zwar unter den meistgenannten Vorschlägen. Die Jury ließ den Ausdruck aber nicht zu. Als Begründung nannte der Verlag zwei Ausschlusskriterien: Der Begriff gehe auf eine Kampagne zurück und beruhe zugleich auf einer persönlichen Beleidigung.

Nach Angaben des Verlags handelt es sich wohl um eine Abwandlung von „Merz leck Eier“. Dieser Schriftzug war in den vergangenen Monaten unter anderem bei Protesten junger Menschen gegen die Wehrpflicht auf Plakaten zu sehen. Bei einer Schüler-Demonstration Anfang März in Berlin trug ein 18-Jähriger ein entsprechendes Plakat. Die Polizei leitete danach Ermittlungen wegen des Verdachts der Verleumdung von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz ein. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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