Von Windkraft bis Flussbestattung: Das sind die Aufgaben der SGD
- Der Hauptsitz der SGD Nord ist in Koblenz in unmittelbarer Nähe des Rheinufers.
- Foto: Thomas Frey/dpa
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Rheinland-Pfalz. Genehmigungen für Windräder, Hochwasserschutz oder Naturschutzgebiete. Hinter vielen Entscheidungen im Alltag stehen in Rheinland-Pfalz zwei Behörden mit einer wenig bekannten Abkürzung. Die Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd übernehmen zahlreiche Aufgaben zwischen Landesregierung und Kommunen.
Mit der Abkürzung SGD können viele Menschen zunächst wenig anfangen. Sie steht für Struktur- und Genehmigungsdirektion. In Rheinland-Pfalz gibt es zwei dieser Oberen Landesbehörden. Die SGD Nord hat ihren Hauptsitz in Koblenz und ist für den nördlichen Teil des Landes zuständig. Die SGD Süd sitzt in Neustadt an der Weinstraße und kümmert sich um den Süden. Beide Behörden betreiben zusätzlich mehrere Regionalstellen.
Ihre Rolle liegt organisatorisch zwischen Ministerien und den Verwaltungen der Städte und Landkreise. Sie bündeln zahlreiche Fachbereiche und übernehmen Genehmigungs- und Kontrollaufgaben.
- Gewerbeaufsicht und Arbeitsschutz
- Wasserwirtschaft und Hochwasservorsorge
- Abfallwirtschaft und Bodenschutz
- Raumordnung und Landesplanung
- Naturschutz und Bauwesen
- Service für Unternehmen und Existenzgründer
Von Hochwasserschutz bis Windenergie
Ein wichtiger Bereich ist die Gewerbeaufsicht. Hier kontrollieren die Behörden zum Beispiel, ob Betriebe Vorgaben zum Arbeits- oder Immissionsschutz einhalten. In der Wasserwirtschaft geht es unter anderem um Maßnahmen zum Hochwasserschutz.
Als Obere Naturschutzbehörden weisen die Struktur- und Genehmigungsdirektionen außerdem Naturschutzgebiete aus und erstellen Landschaftsrahmenpläne.
Neue Zuständigkeiten in den vergangenen Jahren
In den vergangenen Jahren kamen zusätzliche Aufgaben hinzu. Dazu gehören Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen. Diese lagen früher bei Landkreisen und kreisfreien Städten. Die frühere Landesregierung verlegte die Zuständigkeit zu den Struktur- und Genehmigungsdirektionen. Ziel war ein schnellerer Ausbau der Windenergie.
Auch ein weiteres Thema ist neu. Die Behörden erteilen inzwischen Zulassungen für Betriebe, die Flussbestattungen organisieren. Diese Form der Bestattung ist erst seit kurzer Zeit in Rheinland-Pfalz möglich.
Damit bleiben die Struktur- und Genehmigungsdirektionen zentrale Behörden für zahlreiche Genehmigungen und Kontrollen im Land. Viele Entscheidungen mit Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Bauprojekte laufen hier zusammen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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