Ventilator-Trick mit nassem Handtuch: Wie gut der Hitze-Hack hilft

Bei Hitze kann ein feuchtes Handtuch in der Nähe des Ventilators für zusätzliche Abkühlung sorgen. | Foto:  olezzo/stock.adobe.com
  • Bei Hitze kann ein feuchtes Handtuch in der Nähe des Ventilators für zusätzliche Abkühlung sorgen.
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Ventilator-Trick im Sommer. Sobald die Hitze in der Wohnung steht, wird aus einem simplen Haushaltsgerät plötzlich ein Hoffnungsträger: der Ventilator. Besonders beliebt ist dabei der Trick mit dem nassen Handtuch – doch der Sommer-Hack kühlt nicht immer so gut wie gedacht und kann sogar Nachteile haben.

Kaum steigen die Temperaturen, macht ein vermeintlicher Wundertrick wieder die Runde: Ein nasses Handtuch vor den Ventilator hängen und schon soll das Zimmer fast wie von selbst herunterkühlen. Die Idee klingt genial, günstig und schnell umsetzbar. Ganz so spektakulär ist der Effekt allerdings nicht, denn der Trick kann zwar kurzfristig Erleichterung bringen, kann aber das Raumklima im Zweifel sogar verschlechtern.

Wie funktioniert der Ventilator-Trick mit einem nassen Handtuch?

Hinter dem Hack steckt ein einfacher physikalischer Effekt: Das Wasser im feuchten Handtuch verdunstet, während der Ventilator den Luftstrom im Raum verteilt. Dadurch kann die Hitze als etwas weniger belastend empfunden werden. Die Luft wird dabei aber nicht in dem Maß wirklich heruntergekühlt, wie es bei einer Klimaanlage der Fall wäre – häufig sinkt eher die gefühlte Temperatur.

Laut Focus Online ist vor allem die richtige Platzierung entscheidend. Das Handtuch sollte mit etwas Abstand vor dem Ventilator oder in seiner Nähe hängen, damit der Luftstrom daran vorbeiziehen kann. Besonders wirksam ist es, wenn der Ventilator nicht frontal auf das Tuch gerichtet wird, sondern seitlich oder leicht schräg daran entlangbläst. So kann mehr Feuchtigkeit verdunsten und die kühlere Luft besser im Raum verteilt werden.

So klappt der Ventilator-Trick:

  1. Ein Handtuch mit Wasser befeuchten.
  2. Einen Stuhl oder eine andere Halterung bereitstellen.
  3. Optional einen Eimer mit kaltem Wasser verwenden.
  4. Den Ventilator vor dem Handtuch platzieren.
  5. Den Luftstrom richtig ausrichten.
  6. Auf sicheren Abstand achten.
  7. Das Handtuch regelmäßig nachbefeuchten oder wechseln.
  8. Zwischendurch richtig lüften.

Kann man ein nasses Handtuch auf den Ventilator legen?

Ein nasses Handtuch sollte man auf keinen Fall auf den Ventilator legen. Ein nasses oder auch nur stark feuchtes Handtuch direkt auf dem Gerät kann problematisch werden, weil Wasser und Elektronik keine gute Kombination sind. Laut Chip.de besteht die Gefahr, dass der Motor überhitzt oder ein Kurzschluss ausgelöst wird.

Zwar kursiert immer wieder die Vorstellung, das Handtuch direkt am Ventilator zu befestigen, sinnvoller und sicherer ist jedoch eine Platzierung mit Abstand vor dem Gerät. Wichtig ist dabei außerdem, dass das Tuch nicht triefend nass ist. Nur so lässt sich vermeiden, dass Feuchtigkeit in das Gerät gelangt und Schäden verursacht.

Gibt es Nachteile beim Ventilator-Trick?

Auch wenn der Ventilator-Trick Abkühlung ohne viel Aufwand verspricht, gibt es doch so manchen Nachteil. Das feuchte Handtuch sorgt dafür, dass die Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigt. Das kann die Luft an heißen Tagen schnell noch schwüler wirken lassen. Statt frischer fühlt sich der Raum dann drückender an, obwohl eigentlich ein Kühleffekt beabsichtigt war.

Dazu kommen mögliche Folgen für Wohnung und Gesundheit. Eine dauerhaft erhöhte Luftfeuchtigkeit kann Schimmelbildung begünstigen, vor allem dann, wenn ohnehin schon Feuchtigkeitsprobleme bestehen oder zu wenig gelüftet wird. Für Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen gilt die Methode deshalb eher als ungeeignet. Auch Hausstaubmilben profitieren von feuchter Raumluft, was Beschwerden zusätzlich verstärken kann.

Wie lässt sich ein Zimmer schnell kühlen?

Der Ventilator-Trick mit nassem Handtuch kann als schnelle, günstige Soforthilfe funktionieren, wenn die Erwartungen realistisch bleiben. Eine echte Klimaanlage ersetzt er nicht, aber er kann kurzfristig dabei helfen, die Hitze als etwas erträglicher zu empfinden. Auch ein richtig platzierter Ventilator ohne feuchtes Handtuch kann an heißen Tagen Linderung bringen.
Ebenso wichtig ist das richtige Lüften. Fenster sollten vor allem dann geöffnet werden, wenn es draußen kühler ist als drinnen – also meist früh morgens oder spät abends. So gelangt nicht noch mehr Hitze in die Wohnung. In Kombination mit einem sinnvoll aufgestellten Ventilator kann das Raumklima dadurch zumindest vorübergehend angenehmer werden.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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