Ventilator richtig nutzen: So bleibt die Wohnung bei Hitze angenehmer
- Ventilatoren sorgen an heißen Tagen für eine kühle Brise auf der Haut.
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Ventilator richtig nutzen. Ein Ventilator kann Räume nicht wirklich herunterkühlen. Trotzdem kann er Hitze deutlich erträglicher machen, weil bewegte Luft den Körper schneller abkühlt.
An heißen Tagen staut sich die Wärme oft auch in Wohnungen. Viele greifen dann zum Ventilator. Die Geräte senken zwar nicht die Raumtemperatur, sie sorgen aber dafür, dass sich Hitze weniger belastend anfühlt.
Der Grund liegt laut Stiftung Warentest im Luftzug. Durch die Bewegung der Luft verdunstet Schweiß auf der Haut schneller. Dieser Effekt kühlt den Körper. Gleichzeitig fühlt sich bewegte Luft nach Angaben der Verbraucherzentralen generell kühler an als stehende Luft. Selbst bei 30 Grad Celsius kann ein Raum dadurch angenehmer wirken.
Mit dem Ventilator morgens kühlere Luft in die Wohnung holen
Tatsächliche Abkühlung kann ein Ventilator beim Lüften bringen. Die Stiftung Warentest empfiehlt, das Gerät in den frühen Morgenstunden einzusetzen, wenn die Luft draußen noch kühl ist.
Dafür wird der Ventilator mit der Rückseite vor ein geöffnetes Fenster gestellt und auf maximale Leistung eingestellt. So kann das Gerät die kühlere Außenluft in den Raum drücken.
Nach Einschätzung von Stiftung-Warentest-Expertin Cecilia Meusel eignen sich dafür besonders Turmventilatoren. Auch kräftige Standgeräte können genug Luft bewegen, um frische Luft effektiv ins Zimmer zu transportieren.
Welche Ventilator-Typen sich im Alltag unterscheiden
Bei der Auswahl eines Geräts spielt vor allem die Bandbreite des Luftstroms eine Rolle. Ein guter Ventilator kann sowohl sanft als auch kräftig blasen. Für Schlafzimmer ist zudem eine möglichst geringe Lautstärke wichtig.
Typische Bauarten unterscheiden sich vor allem in Größe, Leistung und Flexibilität:
- Tischventilatoren: klein, leicht und flexibel aufstellbar. Sie eignen sich für Schreibtisch oder wechselnde Einsatzorte.
- Standventilatoren: meist leistungsstärker, benötigen aber einen festen Platz und mehr Raum.
- Turmventilatoren: schlanke Alternative zum Standgerät. Die Höhe lässt sich allerdings meist nicht verstellen.
Zusatzfunktionen wie Fernbedienung oder Timer können den Komfort erhöhen, treiben aber auch den Preis nach oben. Laut Stiftung Warentest sind solide Geräte oft bereits für rund 80 Euro erhältlich.
Ventilatoren verursachen meist nur geringe Stromkosten
Auch beim Stromverbrauch bleiben Ventilatoren vergleichsweise sparsam. Geräte mit einer Leistung von 25 bis 50 Watt verursachen laut Verbraucherzentralen bei rund 900 Betriebsstunden im Jahr zusätzliche Stromkosten von etwa 6 bis 10 Euro.
Besonders effiziente Modelle schneiden noch besser ab. In einem Test der Stiftung Warentest lagen die jährlichen Stromkosten bei derselben Nutzungsdauer und einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde bei etwa 2 Euro.
Unterm Strich ersetzen Ventilatoren keine Klimaanlage. Richtig eingesetzt können sie jedoch helfen, Hitze in Wohnungen deutlich erträglicher zu machen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |