Urlaubsgefühl retten: So halten Vorsätze im Alltag länger
- Handy nach Feierabend kurz aus und entspannt lesen: Wer Vorsätze wie etwa solche Auszeiten in kleine Teilschritte packt, setzt sie nach dem Urlaub eher um.
- Foto: Benjamin Nolte/dpa-mag
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Urlaubs-Vorsätze umsetzen. Kleine, feste Schritte helfen dabei, mehr Erholung und Selbstfürsorge aus dem Urlaub in den Alltag mitzunehmen. Genau daran scheitern viele nach der Rückkehr, weil vertraute Routinen schnell wieder die Kontrolle übernehmen.
Das ist nach Einschätzung der Reisepsychologin Barbara Horvatits-Ebner normal. Sie bezieht sich auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Portals Holidaycheck, wonach sich viele Menschen mit guten Vorsätzen nach dem Urlaub schwertun.
Wer Veränderungen dauerhaft verankern will, hat laut der Expertin bessere Chancen, wenn Vorsätze in kleine Teilschritte zerlegt werden. Diese sollten konkret, realistisch und möglichst schriftlich festgehalten werden. Auch selbst gesetzte Fristen können helfen, damit aus einem Wunsch eher ein fester Plan wird.
Kleine Routinen erhöhen die Chance auf Erfolg
Zusätzlichen Halt kann es geben, wenn Freunde oder Freundinnen von den Vorhaben wissen. Dann entsteht eher Verbindlichkeit, weil andere später danach fragen könnten.
Hilfreich ist es außerdem, neue Verhaltensweisen an bestehende Abläufe zu koppeln. Beispiele aus dem Alltag sind:
- nach dem Mittagessen zehn Minuten spazieren gehen
- nach Feierabend zunächst 15 Minuten auf das Handy verzichten
- nach dem Zähneputzen Atemübungen machen
Solche Verknüpfungen erleichtern es, neue Gewohnheiten im Alltag zu verankern. Zugleich rät die Psychologin zu Gelassenheit. Rückschläge gehörten dazu und einzelne Ausrutscher seien kein Scheitern.
Viele wollen nach der Reise bewusster leben
Die Umfrage zeigt einen deutlichen Wunsch nach Veränderung. 75 Prozent der Befragten zwischen 16 und 69 Jahren spüren nach einer Reise einen starken oder sehr starken Veränderungswunsch. Nur 12 Prozent setzen laut Erhebung alle oder fast alle guten Vorsätze um. Bei 57 Prozent gelingt das immerhin teilweise.
Besonders häufig geht es darum, öfter eine Auszeit zu nehmen. Das nannten 33 Prozent. 32 Prozent wollen mehr Ruhe und Entspannung in den Alltag integrieren. 30 Prozent möchten mehr Zeit für sich selbst haben.
Für den Alltag bedeutet das vor allem, dass nicht der große Neuanfang entscheidend ist, sondern eine kleine Gewohnheit, die regelmäßig Platz bekommt. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |