Unkraut mit Gasbrenner entfernen: So sinkt das Brandrisiko

Unkraut mit dem Gasbrenner zu entfernen wirkt praktisch, kann im Garten aber schnell zum Brandrisiko werden, wenn Hecken oder trockenes Material in der Nähe sind. | Foto: jonnysek/stock.adobe.com
  • Unkraut mit dem Gasbrenner zu entfernen wirkt praktisch, kann im Garten aber schnell zum Brandrisiko werden, wenn Hecken oder trockenes Material in der Nähe sind.
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Unkraut mit Gasbrenner entfernen. Wer Unkraut auf Wegen und Terrassen abflammt, kann das Brandrisiko deutlich senken, wenn nur feste Untergründe genutzt werden und Abstand zu trockenen Pflanzen, Hecken und Holz gehalten wird.

Darauf weist das R+V Infocenter hin, weil Unkrautbrenner meist mit einer offenen Gasflamme arbeiten, die etwa 1.000 Grad Celsius heiß wird. In der Praxis wird dabei nicht nur die Flamme selbst unterschätzt, sondern auch Strahlungswärme und Funkenflug.

Problematisch wird es vor allem dort, wo trockenes Material in der Nähe liegt. Nach Einschätzung von Torge Brüning, Brandschutzexperte bei der R+V Versicherung, können trockene Pflanzen, Gartenabfälle oder ein Holzschuppen auch dann Feuer fangen, wenn sie nicht direkt an der Flamme sind, sondern ein Stück entfernt stehen.

Worauf es beim Abflammen im Garten ankommt

  • Nur auf festen Untergründen arbeiten. Geeignet sind laut Einordnung der R+V etwa Pflaster oder Asphalt. In Beeten, auf trockenem Boden oder in Bereichen mit Mulch und Laub steigt das Risiko, dass Material unbemerkt zu glimmen beginnt.
  • Hecken besonders kritisch behandeln. Hecken sind im Sommer außen oft noch grün, innen aber sehr trocken. Wenn ein kleines Ästchen Feuer fängt, kann sich der Brand schnell über die ganze Hecke ausbreiten.
  • Bestimmte Heckenpflanzen brennen schneller. Pflanzen wie Thuja oder Eibe enthalten ätherische Öle und können dadurch leichter in Brand geraten.
  • Wind als klares Warnsignal. Starker Wind erhöht Funkenflug und facht Feuer an. Laut R+V-Experte Brüning kann Arbeiten bei windigem Wetter im Ernstfall als grob fahrlässig bewertet werden.

Wenn Hecken oder Sträucher brennen, kann das Feuer auf Schuppen, Carports oder Wohnhäuser übergreifen, sodass oft nur noch die Feuerwehr eine Ausbreitung stoppen kann.

Praktisch bedeutet das für den Alltag: Abflammen ist auf Pflaster und Asphalt am ehesten vertretbar, wird aber in der Nähe von Hecken, trockenem Schnittgut und Holz schnell zum unnötigen Risiko.

Autor:

Thorsten Kornmann aus Karlsruhe

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