Tatort: Schwarzwald-Krimi dreht, parallel wandern drei Shows ab 2027
- Tatort: Zum Drehstart von „Tatort - Freund und Feind“ arbeitet der SWR erstmals bei einem Schwarzwald-Fall mit einer externen Produktionsfirma.
- Foto: SWR - Südwestrundfunk, Foto: SWR/Giganten Film/Benoit Linder
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Tatort. Im Schwarzwald entsteht gerade ein neuer Fall. Seit am 14. Juli die Kameras für „Tatort - Freund und Feind“ laufen, ist dabei etwas anders als bisher: Der SWR lässt den Film erstmals als Auftragsproduktion drehen.
Den Zuschlag bekam die Giganten Film aus Ludwigsburg. Gedreht wird im Schwarzwald und in der Region Baden-Baden.
Hinter der Geschichte steht Drehbuchautor Nils-Morten Osburg. Die Regie übernimmt Simon Schneckenburger.
Für den SWR ist der Schritt Teil einer Entscheidung aus dem Jahr 2025: Fiktionale Produktionen und ausgewählte Unterhaltungsformate entstehen künftig nicht mehr grundsätzlich in Eigenregie, unter anderem um Studioflächen zu reduzieren und Ressourcen flexibler zu steuern.
Drei Shows wechseln ab 2027 in externe Studios
Neben dem Schwarzwald-„Tatort“ betrifft die Umstellung auch drei bekannte Formate. „Sag die Wahrheit“, „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ und wesentliche Sendungsteile des „Tigerenten Clubs“ sollen ab 2027 in externen Studios produziert werden.
„Der SWR entscheidet sich aus Verantwortung für die ihm anvertrauten Mittel für die wirtschaftlichsten und sinnvollsten Lösungen. An der Qualität unserer Produktionen für unser Publikum wird sich durch die neuen Produktionsorte nichts verändern“, sagt Kai Gniffke, Intendant des SWR.
Wo „Schlager-Spaß“, „Sag die Wahrheit“ und „Tigerenten Club“ entstehen
„Schlager-Spaß mit Andy Borg“ produziert der SWR ab 2027 gemeinsam mit Kimmig Entertainment in einer vom Europa-Park angemieteten Halle in Mahlberg im Ortenaukreis. „Sag die Wahrheit“ entsteht weiterhin mit UFA Show & Factual, der neue Standort liegt auf dem MCA-Studiogelände in Leipzig, in Zusammenarbeit mit dem MDR.
Beim „Tigerenten Club“ lagern ab 2027 die Show- und Spieleanteile zu Riverside Entertainment in die Bavaria Studios nach Köln-Bocklemünd aus. Live- und Quiz-Teile sowie Kinderreportagen bleiben in Stuttgart als Eigenproduktion.
Übergang: Produktion in Baden-Baden läuft noch bis Ende 2026
Bis Ende 2026 produziert der SWR die drei Unterhaltungsformate noch in den eigenen Studios in Baden-Baden. Clemens Bratzler, Programmdirektor des SWR, sagt dazu: „Dass so beliebte SWR-Formate künftig nicht mehr von eigenen Produktions-Teams und in eigenen Studios hergestellt werden, ist schmerzhaft für die betroffenen Mitarbeitenden, die mit ihrem Können und Engagement maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben, Dennoch bleibt es angesichts schneller Veränderungen und großer finanzieller Unsicherheit richtig, uns flexibler aufzustellen.“ [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |