Stromspar-Check wird ausgebaut: Was Haushalte davon haben

Der Stromspar-Check bleibt kostenlos und soll ab 2027 deutlich ausgeweitet werden. Haushalte mit geringem Einkommen können dadurch leichter Stromkosten senken, etwa durch Vor-Ort-Tipps und den Austausch ineffizienter Geräte. | Foto: khwanchai/stock.adobe.com
  • Der Stromspar-Check bleibt kostenlos und soll ab 2027 deutlich ausgeweitet werden. Haushalte mit geringem Einkommen können dadurch leichter Stromkosten senken, etwa durch Vor-Ort-Tipps und den Austausch ineffizienter Geräte.
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Energiesparen. Der Stromspar-Check bleibt kostenlos und soll ab 2027 deutlich ausgebaut werden, damit mehr Haushalte mit geringem Einkommen ihre Stromkosten spürbar senken können.

Im Alltag geht es oft um kleine, aber teure Dauerläufer. Ein alter Kühlschrank, ungünstige Beleuchtung oder hoher Warmwasserverbrauch treiben die Rechnung Monat für Monat nach oben. Der Stromspar-Check setzt genau dort an. Geschulte Stromsparhelfer und -helferinnen kommen in den Haushalt, geben konkrete Spartipps und bringen sofort nutzbare, effiziente Lösungen mit.

Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ordnet das Programm als sozial ausgerichtete Unterstützung beim Energiesparen ein. Aus Sicht des Ministeriums ist das Ziel, Energiekosten dauerhaft zu senken und gleichzeitig die CO2-Einsparungen zu erhöhen.

Was beim Stromspar-Check konkret passiert

Der Stromspar-Check richtet sich seit 2008 an Haushalte mit niedrigen Einkommen und ist laut Ministerium seit 17 Jahren kostenlos. Die Beratung findet vor Ort statt und bleibt alltagsnah. Typische Bausteine sind:

  • Konkrete Spartipps im Haushalt, die direkt umsetzbar sind.
  • Austausch ineffizienter Kleinteile, zum Beispiel wassersparende Duschköpfe oder Energiesparlampen.
  • Zuschuss für alte, ineffiziente Kühlschränke, wenn ein Austausch sinnvoll ist.

Damit wird nicht nur am Verhalten angesetzt, sondern auch an Geräten, die ohne Investition oft lange weiterlaufen.

Welche Ersparnis realistisch ist

Bundesweit wurden nach Angaben des Ministeriums über rund 115 Standorte knapp 500.000 Haushalte beraten. Die gemeldete durchschnittliche Entlastung liegt bei rund 300 Euro pro Jahr pro beratenem Haushalt. Wie hoch die Ersparnis im Einzelfall ausfällt, hängt vor allem von den vorhandenen Geräten und dem Warmwasserverbrauch ab.

Ausbau und Finanzierung: Diese Summen nennt das Ministerium

Die Bundesregierung will die Förderung über den Klima- und Transformationsfonds fortführen und ab 2027 ausbauen. Genannt werden:

  • rund 13 Millionen Euro Förderung im vorigen Jahr
  • gut 18 Millionen Euro in diesem Jahr
  • bis zu 65 Millionen Euro pro Jahr in den kommenden Jahren

Ziel ist laut Ministerium, mehr Haushalte vor Energiearmut zu schützen und die Energiewende sozial abzusichern.

Warum das Programm auch für die öffentliche Hand relevant ist

Das Ministerium verweist darauf, dass auch Haushalte beraten werden, bei denen über Wohngeld die Wärmekosten übernommen werden. Wenn dort Energieverbräuche sinken, kann das auch öffentliche Ausgaben reduzieren.

Zusätzlich verbindet der Stromspar-Check ökologische Wirkung mit Qualifizierung. Häufig werden ehemals langzeitarbeitslose Menschen im Rahmen der Projekte geschult und eingesetzt.

Als praktische Konsequenz bedeutet der angekündigte Ausbau vor allem, dass an mehr Standorten mehr Haushalte Zugang zu einer kostenlosen Vor-Ort-Beratung und zu direkt wirksamen Energiesparmaßnahmen erhalten sollen.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Katharina Wirth aus Herxheim

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