Strom sparen mit Klimagerät: So kühlt es effizienter
- Monoblock-Klimagerät mit Abluftschlauch: Wer das Fenster abdichtet – wie hier mit einer Acrylglasscheibe mit Loch – spart Strom und kühlt effizienter.
- Foto: Nico Tapia/dpa-mag
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Klimagerät effizient nutzen. Ein mobiles Klimagerät kühlt spürbar besser und verbraucht im Alltag weniger Strom, wenn die Abluft sauber nach draußen geführt und der warme Luftzug durchs Fenster begrenzt wird.
Gerade bei mobilen Monoblock-Klimageräten entsteht sonst ein typisches Problem im Haushalt. Der Abluftschlauch führt die warme Luft zwar nach draußen, durch den Spalt am geöffneten Fenster oder an der Tür kann aber zugleich wieder Wärme in den Raum gelangen.
Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt deshalb, geöffnete Fenster mindestens mit einer Abdichtung zu verschließen. Auch der Abluftschlauch sollte bei Monoblock-Geräten möglichst kurz bleiben und zusätzlich gedämmt werden. Das senkt unnötige Verluste beim Kühlen.
Monoblock nur gezielt laufen lassen
Für einen sparsamen Betrieb kommt es auch auf den Zeitpunkt und die Temperatur an. Sinnvoll ist der Einsatz vor allem dann, wenn die Kühlung wirklich gebraucht wird, etwa zum Vorkühlen eines Schlafzimmers vor dem Zubettgehen. Außerdem spart es Energie, den Raum nicht stärker als nötig herunterzukühlen.
Wer erst noch ein Gerät anschaffen will, findet in mobilen Mini-Split-Klimageräten eine mögliche Alternative. Nach Angaben der Verbraucherzentrale verbinden sie Vorteile mobiler Monoblock-Geräte mit einer höheren Effizienz klassischer Split-Geräte. Anders als fest installierte Split-Anlagen müssen sie nicht von zertifizierten Fachbetrieben eingebaut werden.
Mini-Split ist effizienter, aber teurer
Mobile Mini-Split-Klimageräte bestehen wie herkömmliche Split-Geräte aus einer Innen- und einer Außeneinheit. Ein Wanddurchbruch ist dabei nicht nötig. Erforderlich sind laut Verbraucherzentrale ein sicherer Standort für das Außengerät, eine Ableitung für das Kondenswasser und ein leicht geöffnetes Fenster für die vergleichsweise dünne Kühlmittelleitung.
Dem höheren Komfort steht ein Nachteil gegenüber. Mobile Mini-Split-Geräte kosten mehr als Monoblöcke.
Beim Kauf hilft zudem ein Blick aufs Energielabel, allerdings nur mit der richtigen Einordnung. Split-Geräte und Monogeräte arbeiten mit unterschiedlichen Kennzahlen und Skalen, ihre Effizienzklassen lassen sich also nicht direkt vergleichen.
- Bei Split-Geräten gilt der SEER-Wert als Maßstab. Gute Geräte erreichen laut Verbraucherzentrale NRW Werte von 6 bis 8 oder mehr.
- Bei mobilen Geräten ist der EER-Wert entscheidend. Üblich sind hier Werte von rund 2,6 bis 3,0.
- Ein Split-Gerät mit der Klasse A arbeitet deutlich effizienter als ein Monoblock mit derselben Klasse.
Für den Alltag heißt das vor allem: Mobile Klimageräte arbeiten am sinnvollsten, wenn sie gut abgedichtet, gezielt eingesetzt und beim Kauf nicht nur nach der Effizienzklasse beurteilt werden. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |