Strom sparen beim Wäschetrocknen: Schleudern senkt die Kosten
- Beim Stromverbrauch von Wäschetrocknern gibt es große Unterschiede - die Anschaffung eines sparsameren Modells kann sich langfristig lohnen.
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Strom sparen beim Wäschetrocknen. Wer Wäsche vor dem Trocknen möglichst stark schleudert, kann den Stromverbrauch spürbar senken. Denn Wasser per Schleudern aus der Wäsche zu holen, braucht viel weniger Energie, als es später mit Wärme heraus zu trocknen.
Wie viel Strom ein Trockner tatsächlich verbraucht, hängt laut Ane Esdohr von der Verbraucherzentrale Berlin vom Gerät, Programm, der Beladung und der Restfeuchte der Wäsche ab. "Moderne Wärmepumpentrockner brauchen grob etwa 0,7 bis 1 kWh pro Trocknung. Ältere Geräte ohne Wärmepumpe können dagegen etwa 3 bis 4 kWh pro Trocknung benötigen."
Alte Trockner treiben die Stromkosten deutlich nach oben
Eine Beispielrechnung zeigt den Unterschied im Alltag deutlich. Wer den Trockner zweimal pro Woche nutzt, kommt pro Jahr je nach Gerät auf rund 72,8 bis 416 Kilowattstunden Stromverbrauch.
Bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde ergeben sich daraus jährliche Kosten zwischen 25,48 Euro und 145,60 Euro. Der Unterschied zwischen modernen Wärmepumpentrocknern und älteren Geräten fällt damit deutlich aus.
Wer komplett auf den Trockner verzichtet und Wäsche draußen trocknet, verbraucht dafür keinen Strom. "Am besten funktioniert das draußen, auf dem Balkon oder in einem gut belüfteten Trockenraum", so Esdohr.
Wohnungstrocknung spart Strom, ist im Winter aber nicht immer gratis
Während der Heizperiode kann beim Trocknen in der Wohnung zusätzliche Heizenergie nötig werden. «Heizkörper, elektrische Luftentfeuchter oder Heizlüfter gezielt auf die Wäsche zu richten, verlagern den Energieverbrauch nur», so die Verbraucherschützerin. Das frisst die Trocknerersparnis aus ihrer Sicht zwar meist nicht komplett auf, aber «komplett kostenlos» sei Wohnungstrocknung im Winter eben nicht immer.
Wichtig bleibt dabei auch das Lüften. "Sonst spart man zwar Trocknerstrom, holt sich aber im schlechtesten Fall ein Feuchte- oder Schimmelproblem ins Haus", so Esdohr.
Im Alltag gilt damit vor allem eines. Gut geschleuderte Wäsche und passende Trocknung senken den Energieverbrauch oft stärker als bloß längeres Trocknen mit Wärme. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |