Stilkritik bei Harald Glööckler: Seine Sommer-Regeln
- Der Modedesigner Harald Glööckler hat kein Verständnis für Schlabber-Style im Sommer.
- Foto: Jens Kalaene/dpa-mag
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Harald Glööckler. Der Modeschöpfer hat mit klaren Worten verraten, was ihn an heißen Tagen auf Straßen und Plätzen besonders stört. Gerade bei Temperaturen von fünfunddreißig Grad werde Bequemlichkeit für viele zum Schlabber-Look.
Glööckler beobachtet nach eigenen Worten immer öfter, dass Menschen sich im Sommer zu nachlässig kleiden. «Auch bei 35 Grad sollte man sich, wenn man in die Öffentlichkeit geht, mit Niveau kleiden.»
Besonders deutlich wird der Designer bei Männern in Boxershorts und Badelatschen. «Man sieht leider immer wieder Männer in Shorts, die sie vermutlich auch als Unterhose nutzen.» Auch bei Frauen fielen ihm Hosen auf, «die eher an einen Schlafanzug erinnern» sowie sichtbare BH-Träger unter Tops.
Leichte Stoffe ja, aber bitte mit Stil
Gerade im Sommer sei gute Kleidung nicht leicht, räumt der einundsechzig-Jährige ein. Luftige Stoffe seien angenehm, könnten aber «alles verraten, was besser nicht sichtbar werden sollte».
Für ihn entscheidet deshalb nicht der Trend, sondern der Anlass über ein gelungenes Outfit. Ob Schwimmbad, Büro oder Konzert mache einen klaren Unterschied. Glööckler empfiehlt hochwertige Stoffe wie Leinen. «Das kühlt, und die Kleidung hat trotz allem Klasse und Stil.» Auch ein guter Schnitt und eine hochwertige Verarbeitung seien wichtig.
Warum spontane Sommer-Outfits oft scheitern
Sein Rat ist deshalb klar. Die Sommergarderobe sollte früh zusammengestellt werden. Viele hätten zwar für die meisten Gelegenheiten passende Kleidung, «aber eben nicht für heiße Tage». Dann werde spontan etwas kombiniert, «das eine einzige Katastrophe ist».
Dass Glööckler diese Debatte auslöst, passt zur aktuellen Hitzewelle und zum Dauerstreit zwischen Komfort und Stil. Für Fans seiner markanten Auftritte ist die Botschaft eindeutig. Sommermode darf leicht sein, aber nicht beliebig. Glööckler, geboren in Maulbronn, lebt heute in Kirchheim an der Weinstraße und in Berlin. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |