Sperrung am Fernpass in Tirol: Staugefahr
- Wegen einer Demonstration wird der Fernpass am Samstag erneut für rund zwei Stunden gesperrt.
- Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Tirol. Autofahrer auf der wichtigen Nord-Süd-Route über den Fernpass müssen am Samstag, 1. August, zwischen 9.45 und 12 Uhr mit einer Sperrung und langen Staus rechnen. Grund ist eine Demonstration auf der Transitstrecke in Österreich, die auch das benachbarte Hahntennjoch betrifft.
Die Behörden raten dazu, die Region weiträumig zu umfahren. Besonders brisant ist der Termin, weil die Sperre auf den Beginn der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg fällt. Ende Juni hatte es bereits eine ähnliche Aktion gegeben, damals aber ohne größere Beeinträchtigungen.
Warum die Strecke gesperrt wird
Die Demonstranten kritisieren die hohe Verkehrsbelastung auf der Route von Deutschland über Österreich nach Italien. Nach ihren Angaben sind an Samstagen bereits jetzt rund 20.000 Fahrzeuge unterwegs. Mehrere Hundert Menschen werden zu dem Protest erwartet.
Kritisch sehen die Teilnehmer auch den geplanten Fernpasstunnel. Aus ihrer Sicht könnte das Projekt zusätzlichen Verkehr anziehen.
Was zum Tunnel geplant ist
Das Land Tirol bewertet das Vorhaben dagegen als Vorteil für die Strecke. Der Bau soll 2026 oder 2027 beginnen und 2030 abgeschlossen sein. Vorgesehen ist ein 1,4 Kilometer langer, dreispuriger Fernpasstunnel, der 4,8 Kilometer Passstraße ersetzen soll.
Nach Angaben des Landes würde die Kapazität der Verbindung dadurch nicht steigen. Das Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen solle bestehen bleiben. Für den Tunnel werden Kosten von mindestens 160 Millionen Euro veranschlagt.
Der Tunnel gehört zu einem größeren „Fernpass-Paket“ mit weiteren Baumaßnahmen. Dafür sind Investitionen von mindestens 500 Millionen Euro vorgesehen. Zurückgezahlt werden soll der Kredit über die künftige Tunnel-Maut in Höhe von 14 Euro. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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