Sonnenbräune ist ungesund: Warum jede Bräune der Haut schadet
- Wer Sonne tanken will, sollte erst cremen: Gesunde Bräune gibt es nicht, sagt die Deutsche Krebshilfe
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Sonnenbräune. Gebräunte Haut gilt oft als Zeichen für Erholung und Gesundheit. Medizinisch betrachtet ist sie jedoch bereits eine Reaktion auf Schäden durch UV-Strahlung. Darauf weist die Deutsche Krebshilfe hin.
Viele Menschen wollen im Alltag nicht blass wirken. Manche nutzen deshalb Selbstbräuner nach dem Duschen, andere legen sich im Park, Garten oder im Urlaub bewusst in die Sonne. Häufig gilt dabei die Annahme, dass ein Sonnenbad ohne Sonnenbrand für die Haut unproblematisch sei.
Nach Einschätzung der Deutschen Krebshilfe stimmt das nicht. Jede sichtbare Bräunung zeigt demnach, dass UV-Strahlung bereits Veränderungen in den Hautzellen ausgelöst hat.
Bräune ist ein Schutzmechanismus der Haut
Die dunklere Hautfarbe entsteht, weil der Körper den Farbstoff Melanin bildet. Dieser soll das Erbgut der Zellen vor weiterer UV-Strahlung schützen. Fachleute beschreiben Bräune deshalb häufig als eine Art Schutzreaktion oder auch als «Hilferuf» der Haut.
Dieser Eigenschutz wirkt allerdings nur begrenzt. Die UV-Strahlung kann weiterhin Schäden verursachen. Langfristig erhöht sich damit das Risiko für Hautkrebs.
Trend aus sozialen Medien belastet die Haut stark
Die Deutsche Krebshilfe warnt außerdem vor sogenannten "Sonnenbrand-Tattoos". Dabei werden beim Sonnenbaden einzelne Hautstellen abgedeckt, sodass nach dem Aufenthalt in der Sonne helle Muster auf der Haut bleiben, während die Umgebung stark gebräunt oder sogar verbrannt ist.
Solche Muster entstehen nur durch eine sehr hohe UV-Belastung. Jeder Sonnenbrand führt zu deutlichen Schäden am Erbgut der Hautzellen und erhöht nach Angaben der Organisation das Risiko für Hautkrebs.
UV-Schutz im Alltag: Schatten, Kleidung und Sonnencreme
Für den Alltag nennt die Deutsche Krebshilfe drei Grundprinzipien: "Meiden, kleiden, cremen".
- Meiden
Vor allem in den Mittagsstunden ist direkte Sonne besonders intensiv, weil sie dann am höchsten steht. In dieser Zeit kann es sinnvoll sein, Schatten aufzusuchen. Orientierung bietet der UV-Index in vielen Wetter-Apps. Er reicht von ein bis über elf. Ab einem Wert von drei gilt aktiver Sonnenschutz als sinnvoll.
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist darauf hin, dass reflektierende Flächen wie Wasser oder helle Hausfassaden die tatsächliche Belastung zusätzlich erhöhen können.
- Kleiden
Kleidung schützt die Haut zuverlässig vor direkter Strahlung. Dazu zählen langärmelige Oberteile, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit der Kennzeichnung UV400.
- Cremen
Unbedeckte Hautstellen wie Arme, Hände, Gesicht oder Nacken lassen sich mit Sonnencreme schützen. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt mindestens Lichtschutzfaktor 30. In den Bergen oder bei sehr heller Haut wird häufig ein Schutzfaktor von 50 oder 50+ genutzt. Wichtig ist regelmäßiges Nachcremen im Tagesverlauf, damit die Schutzwirkung erhalten bleibt.
Wer eine gebräunte Hautfarbe ohne UV-Risiko möchte, erreicht diesen Effekt nur mit Selbstbräunern statt mit Sonnenbädern.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |