Sicherheit im Wald: Tipps für unerwartete Begegnungen mit einem Wolf

Dieser Wolf wurde in einem Gehege in Baden-Württemberg fotografiert - doch es gibt auch viele Wölfe in freier Wildbahn in Deutschland. | Foto: dpa
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Wolf begegnen. Wer einem Wolf im Wald oder am Ortsrand begegnet, sollte ruhig bleiben und dem Tier Raum zum Rückzug lassen. Fachleute betonen, dass Wölfe Menschen normalerweise meiden. Eine aktuelle Begegnung in Hamburg zeigt jedoch, dass Kontakte in seltenen Fällen vorkommen können.

In Hamburg hat ein Wolf eine Frau gebissen und verletzt. Viele Details des Vorfalls sind noch unklar. Experten gehen grundsätzlich davon aus, dass Wölfe scheu sind und Menschen ausweichen. Furcht sei daher unbegründet. Respekt vor Wildtieren gilt dennoch als sinnvoll.

Begegnungen können vor allem in Waldgebieten, aber auch nahe von Ortschaften passieren. Laut Naturschutzbund Deutschland ist eine Sichtung in der Nähe von Siedlungen nicht ungewöhnlich. «Bei ihrer Wanderung wählen Wölfe schlicht den kürzesten und oftmals auch bequemsten Weg – und der kann schon mal mitten durch eine Siedlung gehen.»

Abstand halten und dem Tier Rückzug ermöglichen

Kommt es zu einer Begegnung, raten Naturschützer dazu, das Tier ruhig zu beobachten und genügend Abstand zu lassen. Der Wolf soll eine Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen.

Wer sich unwohl fühlt, kann sich aufrichten und größer wirken. Lautes und energisches Rufen oder Klatschen kann helfen, das Tier zu vertreiben.

Ungeeignet ist es, dem Wolf hinterherzulaufen oder ihn anzulocken. Auch Füttern gilt als problematisch, weil Tiere dadurch ihre natürliche Scheu verlieren können.

Sichtungen möglichst dokumentieren

Für Fachleute kann es hilfreich sein, eine Sichtung aus sicherer Entfernung zu dokumentieren. Fotos oder kurze Beobachtungen liefern Hinweise zur Verbreitung der Tiere.

Meldungen können an die Wolfsberatung der jeweiligen Bundesländer gehen. Dort werden Hinweise gesammelt und ausgewertet. Ansprechpartner sind über die Website der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf unter dbb-wolf.de im Bereich Wolfsmanagement zu finden.

Nach Angaben der Dokumentationsstelle gibt es aktuell Wolfsterritorien unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Schleswig-Holstein. Besonders viele Reviere liegen in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Einige Territorien reichen auch über Landesgrenzen hinweg.

Im Alltag bedeutet das vor allem eines. Wer einem Wolf begegnet, sollte Abstand halten und dem Tier den Rückzug ermöglichen.  dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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