Sichere Medikamente im Urlaub: So sinkt das Fälschungsrisiko
- Gefahr durch Medikamentenfälschungen: In vielen Ländern besteht ein erhöhtes Risiko, an gefälschte oder minderwertige Medikamente zu geraten.
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Medikamente im Urlaub. Wer auf Reisen Arzneimittel nachkaufen muss, senkt das Risiko für Fälschungen vor allem mit dem Kauf in offiziellen Apotheken und mit einem genauen Blick auf Verpackung und Blister. Gerade bei Fiebersenkern, Allergietabletten, Mitteln gegen Durchfall oder dauerhaft benötigten Präparaten kann das im Alltag entscheidend sein.
Laut dem CRM Centrum für Reisemedizin werden Medikamentenfälschungen besonders häufig in Südostasien sowie in Zentral- und Westafrika gefunden. Sie kommen aber weltweit vor. Das praktische Problem dabei ist oft nicht eine sofort erkennbare Gefahr, sondern eine ausbleibende Wirkung.
"Viele Reisende denken bei Medikamentenfälschungen vor allem an gefährliche Inhaltsstoffe", so Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM. Verunreinigungen mit schädlichen Substanzen kommen zwar vor, sind aber seltener. "Tatsächlich besteht das größte Risiko darin, dass Arzneimittel ihre therapeutische Wirkung nicht oder nur unzureichend entfalten."
Woran sich sichere Medikamente eher erkennen lassen
Ob ein Präparat echt oder gefälscht ist, lässt sich für Laien meist kaum sicher beurteilen. Nach Einschätzung des CRM steigt die Chance auf Originalware aber unter diesen Bedingungen:
- Medikamente werden nur in offiziellen Apotheken oder Gesundheitseinrichtungen gekauft und nicht an Marktständen oder bei Straßenhändlern.
- Original verschlossene Blisterpackungen werden bevorzugt. Bei losen Tabletten aus großen Sammelbehältern ist das Risiko für mangelhafte oder gefälschte Ware höher.
- Die Verpackung wird kritisch geprüft. Beschädigte Kartons, Rechtschreibfehler oder ein fehlender Beipackzettel können auf eine Fälschung hinweisen.
Lassen sich Herkunft und Hersteller eines Medikaments nicht eindeutig überprüfen, gilt die Einnahme als riskant und medizinischer Rat als naheliegend. Besonders wichtig ist diese Einordnung bei Kindern. Das CRM verweist auf frühere Fälle verunreinigter Säfte und Sirupe, die schwere Vergiftungen und Todesfälle zur Folge hatten.
Für die Reiseapotheke bedeutet das vor allem, regelmäßig benötigte Medikamente möglichst ausreichend mitzunehmen und Nachkäufe vor Ort nur mit genauer Prüfung vorzunehmen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |