Sicher heimwerken: Diese Ausrüstung senkt das Unfallrisiko
- Bei DIY-Projekten gilt: Immer konzentriert und mit vollständiger Schutzausrüstung arbeiten – denn Unfälle können selbst erfahrenen Heimwerkern passieren.
- Foto: Inga Kjer/dpa-mag
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Sicher heimwerken. Wer Schutzbrille, Atemschutz und stabiles Schuhwerk konsequent nutzt, senkt das Risiko für typische Heimwerker-Unfälle deutlich. Gerade bei Routinearbeiten entstehen viele Fehler aus Nachlässigkeit, Improvisation und Selbstüberschätzung.
"Man denkt "Ist ja nur kurz" oder "Das passt schon" - und schon steht man in Flipflops in der Werkstatt, nutzt eine Getränkekiste als Tritt oder fixiert ein Werkstück mit dem Knie", schildert Frank Werner von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in einem Beitrag der Aktion "Das sichere Haus".
Auch erfahrene Heimwerkerinnen und Heimwerker können sich bei vertrauten Arbeiten verletzen, wenn Konzentration und Schutzausrüstung fehlen. Im Alltag geht es deshalb vor allem darum, selbst einfache Handgriffe nicht improvisiert auszuführen.
Diese Schutzausrüstung macht beim Heimwerken den Unterschied
Zur Grundausstattung zählen laut den Experten mehrere Schutzteile, die je nach Arbeit Verletzungen und Belastungen verringern können.
- Schutzbrille beim Schleifen gegen Splitter im Auge.
- Atemschutz beim Schleifen sowie beim Umgang mit Farben und Lacken gegen Staub- und Farbpartikel.
- Gehörschutz bei längeren Säge-, Bohr- oder Schleifarbeiten.
- Arbeitshandschuhe gegen Schnitt- und Quetschverletzungen.
- Stabiles Schuhwerk mit griffiger Sohle gegen Ausrutschen und herabfallendes Material.
- Lange Kleidung zum Schutz der Haut.
Wichtig ist außerdem passende Kleidung ohne lose Risiken. Nach innen umgekrempelte Ärmel bleiben seltener hängen. Armbänder und Halsketten sollten beim Arbeiten abgelegt werden. Lange Haare sind als Zopf oder hochgesteckt sicherer, weil sie sich dann nicht so leicht in Maschinen verfangen.
Improvisierte Hilfen und heikle Geräte bleiben ein Risiko
Öl-, Farb- und Staubreste auf dem Boden sowie liegende Kabel und Werkzeuge erhöhen die Gefahr von Rutsch- und Stolperunfällen. Wer in der Höhe arbeitet, ist mit stabilen Leitern mit Halte- und Abstellmöglichkeiten oder kleinen Gerüsten besser abgesichert. Stühle, Eimer oder Kisten gelten dabei nicht als geeignete Tritthilfen.
Nach Einschätzung von Frank Werner gehören manche Geräte zudem nicht in Laienhände. Dazu zählen etwa Flex, Bohrhammer oder Kreissäge, auch wenn sie frei im Handel oder im Verleih erhältlich sind. Ein zusätzliches Risiko entsteht laut BG BAU, wenn billige oder defekte Geräte genutzt, Schutzeinrichtungen entfernt oder Abdeckungen weggelassen werden.
Unterm Strich sinkt das Unfallrisiko beim Heimwerken vor allem dann, wenn Routine nicht zu Leichtsinn wird und nur passende, intakte Ausrüstung zum Einsatz kommt. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |