Sicher fahren in der Erntezeit: Darauf kommt es auf Landstraßen an

Geduld statt Risiko: Überholen von Erntefahrzeugen ist oft gefährlich, besonders bei unübersichtlichen Strecken. | Foto: dpa
  • Geduld statt Risiko: Überholen von Erntefahrzeugen ist oft gefährlich, besonders bei unübersichtlichen Strecken.
  • Foto: dpa
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Erntezeit: Was Auto- und Motorradfahrer beachten müssen. Auf Landstraßen steigt in der Erntezeit das Risiko für kritische Situationen, weil breite und langsame Maschinen oft erst spät zu sehen sind. Vor allem hinter Kurven, an Kuppen und an Kreuzungen hilft es, Tempo und Abstand so zu wählen, dass auf überbreite Traktoren oder Mähdrescher rechtzeitig reagiert werden kann.

Marcellus Kaup vom Tüv Süd rät daher, während der Erntezeit auf ländlichen Straßen besonders wachsam und bremsbereit zu bleiben. Gerade an Kreuzungen, wo Erntemaschinen meist sehr langsam abbiegen, werde die Geschwindigkeit der großen Fahrzeuge häufig falsch eingeschätzt. Dann könne es zu folgenschweren Kollisionen kommen.

Breite Maschinen brauchen mehr Platz als viele erwarten

Viele Erntefahrzeuge, etwa überbreite Mähdrescher oder bis zu 18 Meter lange Traktoren mit mehreren Anhängern, haben einen deutlich größeren Kurvenradius. Wenn sie nach rechts abbiegen, holen sie laut Kaup oft weit über die Straßenmitte nach links aus. Breite Arbeitsgeräte wie Pflüge oder Eggen schwenken dabei zusätzlich entgegen der Abbiegerichtung aus.

Besondere Vorsicht gilt auch bei Mähdreschern und Häckslern. Sie werden über die Hinterachse gelenkt, weshalb das Heck beim Abbiegen stark ausschert. Die Fahrbahn kann dadurch erheblich enger werden. Auf schmalen Straßen und in unübersichtlichen Bereichen ist Überholen deshalb besonders riskant.

Schmutz, Staub und verdeckte Signale erschweren die Fahrt

Auch an Ein- und Ausfahrten von Feldern ist mit verschmutzten Fahrbahnen zu rechnen. Bei Regen können Erde und Pflanzenreste laut Kaup schnell zu rutschigen Stellen werden. Eine angepasste Geschwindigkeit hilft dort ebenso wie ein größerer Sicherheitsabstand.

Wer hinter einem Erntefahrzeug fährt, sollte zudem einplanen, dass Blinker, Bremslicht oder Schlusslicht durch die Feldarbeit verschmutzt sein können. Lichtsignale sind dann schlechter zu erkennen. Hinzu kommt, dass schlecht gesicherte Ladung wie Heuballen ganz oder teilweise herunterfallen kann.

  • Vor Kurven, Kuppen und Kreuzungen ist mehr Bremsreserve sinnvoll.
  • Beim Abbiegen großer Landmaschinen muss mit ausschwenkenden Anbaugeräten gerechnet werden.
  • Auf engen Straßen und an Feldzufahrten steigt das Risiko durch Schmutz auf der Fahrbahn.
  • Hinter Erntefahrzeugen können verdeckte Lichter, Staub und verlorene Ladung die Sicht und Reaktion erschweren.

Auch auf scheinbar freier Strecke bleibt Aufmerksamkeit wichtig, weil während der Ernte und entlang abgeernteter Felder oft viel Staub in die Luft gerät. Das gilt auch dann, wenn Landmaschinen auf Feldwegen neben der Straße unterwegs sind. Im Alltag heißt das vor allem, Tempo, Abstand und Überholmanöver auf ländlichen Straßen in diesen Wochen besonders vorsichtig abzuwägen. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.