Seriöse Onlineapotheken erkennen: Diese Merkmale zählen
- Wer Medikamente im Internet bestellen will, wirft vorher lieber einen Blick ins Impressum der Internetseite.
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Seriöse Onlineapotheken erkennen. Wer Medikamente im Internet bestellt, kann mit wenigen Merkmalen prüfen, ob ein Anbieter vertrauenswürdig ist und riskante Bestellungen eher vermeiden. Entscheidend sind das europäische Sicherheitslogo, der Eintrag im Register des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte und ein vollständiges Impressum.
Jede in Deutschland zugelassene Apotheke darf einen Online-Versandhandel betreiben, wenn eine Versandhandelserlaubnis vorliegt. Ob das der Fall ist, zeigt das europäische Sicherheitslogo mit weißem Kreuz auf grünem Grund. Es steht oft am unteren Rand der Webseite. Mit einem Klick darauf öffnet sich der jeweilige Eintrag im Register des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte, wie Katrin Andruschow von der Stiftung Warentest sagt.
Auch der umgekehrte Weg ist möglich. Im Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte lassen sich Apotheken suchen, die für den Versandhandel registriert sind.
Diese Warnzeichen sprechen gegen eine Bestellung
Wie bei anderen Onlinekäufen liefert das Impressum wichtige Hinweise. «Dort sollte ein verantwortlicher Apotheker oder eine Apothekerin stehen», sagt Expertin Andruschow. «Auch die zuständige Apothekerkammer muss genannt sein.»
Vorsicht ist geboten, wenn bei rezeptpflichtigen Medikamenten kein Rezept verlangt wird. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nennt weitere Warnzeichen:
- Die Preise weichen stark vom Marktüblichen ab.
- Es werden bei Medikamenten sensationelle Heilungen oder das Ausbleiben von Risiken und Nebenwirkungen versprochen.
- Es tauchen viele Schreibfehler auf.
Werden Medikamente ohne Originalschachtel geliefert, sollten sie nicht eingenommen werden. Das gilt laut Behörde auch dann, wenn Tabletten ungewöhnlich aussehen oder riechen.
Onlineapotheken aus dem Ausland sind nur teils erlaubt
Auch Apotheken aus anderen europäischen Ländern dürfen Medikamente nach Deutschland verkaufen, wenn dort ähnliche Auflagen für den Vertrieb gelten wie in Deutschland. Aktuell gilt das für Island, die Niederlande, wenn gleichzeitig eine Präsenzapotheke existiert, Schweden nur für rezeptpflichtige Medikamente und Tschechien nur für rezeptfreie Medikamente.
Für den Alltag heißt das: Vor einer Bestellung lohnt vor allem der kurze Check von Logo, Registereintrag und Impressum. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |