Serien im Flugzeug schauen: Reicht das WLAN?
- Bissi klicken, ja. Mehr eher nicht: Momentan beträgt die Bandbreite bei den meisten Airlines maximal vier Megabit pro Sekunde. Das reicht nicht für flüssiges Streaming über den Wolken.
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Bord-WLAN im Flugzeug. Chatten, Mails senden oder Serien streamen funktioniert auf vielen Flügen inzwischen auch über den Wolken. Allerdings reicht die Geschwindigkeit häufig nicht für ruckelfreies Streaming. Wer Filme oder Serien sicher sehen möchte, ist meist besser beraten, Inhalte vorher auf Smartphone oder Tablet herunterzuladen.
Internetpakete lassen sich laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox bei 14 von 25 Airlines mit besonders vielen Abflügen in Deutschland hinzubuchen. Ein Jahr zuvor waren es noch 13. Berücksichtigt wurden Fluggesellschaften mit mindestens 500 Starts von deutschen Flughäfen im Mai.
Zu den Airlines mit Internet-Angebot zählen unter anderem:
- Lufthansa
- KLM
- British Airways
- United Airlines
- Swiss
Kein Bord-WLAN bieten vor allem einige Billig- und Ferienfluggesellschaften, darunter:
- Ryanair
- Easyjet
- SunExpress
- Air Dolomiti
Viele Passagiere würden für stabiles Internet zahlen
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Verivox zeigt eine gewisse Zahlungsbereitschaft. Auf Kurz- und Mittelstrecken erklärten rund 42 Prozent der Befragten, für stabiles Bord-WLAN Geld auszugeben. Auf Langstrecken lag der Anteil bei etwa 60 Prozent.
Für die Untersuchung befragte das Institut Innofact im Juni insgesamt 1.014 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren. Die meisten nannten fünf oder zehn Euro als persönliche Preisgrenze.
Einige Airlines bieten einfache Chat-Pakete kostenlos an. Das gilt teilweise nur in höheren Buchungsklassen oder nach Anmeldung in Bonus- oder Mitgliederprogrammen der Fluggesellschaft.
Bezahlte Basistarife mit geringer Bandbreite für E-Mails und Messenger beginnen laut Analyse bei etwa 2,30 Euro. Streamingpakete starten ab rund 6 Euro. Das teuerste untersuchte Internetpaket lag bei 37 Euro.
Bandbreite reicht oft nicht für HD-Streaming
Auch wenn Airlines zunehmend Satellitenverbindungen in niedriger Umlaufbahn einsetzen, bleiben die Datenraten oft begrenzt. Bei vielen der untersuchten Fluggesellschaften liegt die maximale Bandbreite laut Verivox derzeit bei etwa vier Megabit pro Sekunde.
Das genügt in vielen Fällen nicht für flüssiges Streaming in HD-Qualität. Wer sicher eine Serie oder einen Film schauen möchte, kann Inhalte deshalb bereits vor dem Abflug herunterladen. Viele Streamingdienste bieten dafür eine Offline-Funktion an.
Flugmodus bleibt eingeschaltet
Für die Nutzung des Bord-WLAN kann der Flugmodus eingeschaltet bleiben. In den Geräteeinstellungen wird lediglich das WLAN manuell wieder aktiviert.
Der Flugmodus verhindert unter anderem unerwartete Roamingkosten, wenn sich ein Smartphone automatisch mit Mobilfunknetzen im Flugzeug verbindet. Gleichzeitig soll er während Start und Landung mögliche Störungen der Bordelektronik und des Funkverkehrs vermeiden. Am Ende bleibt Bord-WLAN für viele Reisende eher ein Zusatz für Nachrichten und kurze Internetnutzung als eine verlässliche Streaminglösung. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |